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Krefeld
16 neue Gesellen im Friseur-Handwerk: Marius Rehfeld - allein unter Frauen

Krefeld: 16 neue Gesellen im Friseur-Handwerk: Marius Rehfeld - allein unter Frauen
Den erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildung feierten die neuen Gesellinnen und Gesellen mit der Friseur-Innung Krefeld. FOTO: GMB
Krefeld. Ursula Kühlen, Obermeisterin der Friseur-Innung Krefeld, bricht eine Lanze für ihren Beruf und appelliert an die Kollegen, junge Menschen auszubilden.

"Sie üben ein Handwerk aus, das Menschen glücklich macht. Sie verkaufen nicht einfach nur einen Haarschnitt, sondern ein Lebensgefühl", mit diesen Worten brachte Ursula Kühlen, Obermeisterin der Friseur-Innung Krefeld, bei der Lossprechung der Friseure im Krefelder Nordbahnhof zum Ausdruck, was den Beruf ausmacht. 16 Auszubildende hatten die Gesellenprüfung mit Erfolg abgelegt und nahmen voller Stolz aus den Händen der Obermeisterin die Gesellenbriefe in Empfang.

"Es war immer mein Traumberuf. Schon als Kind habe ich meine Barbie-Puppen frisiert. Man kann in diesem Beruf so kreativ sein, das ist einfach schön. Für mich sind mit der Ausbildung alle Träume und Wünsche in Erfüllung gegangen", bemerkte Lisanne Schneiders. Einfach sei es gerade am Anfang in der Ausbildung nicht gewesen. Aber sie habe immer ihr Ziel vor Augen gehabt, fügt die 21-Jährige an. Ihr nächstes Ziel hat sie auch schon ins Visier genommen: Sie will die Meisterprüfung ablegen.

Das strebt Marius Rehfeld ebenfalls an. Er war der einzige Geselle unter 15 neuen Gesellinnen. "Wir waren in der Berufsschulklasse zu dritt, wobei ich als einziger Mann übrig geblieben bin", berichtete Rehfeld. Ursprünglich wollte er zur Schauspielschule, aber dann entschied er sich doch für die Ausbildung im Friseurhandwerk. "Die Kreativität in diesem Beruf hat mich angezogen. Vom ersten Tag meiner Ausbildung bis heute sind immer mehr Fähigkeiten dazu gekommen. Man erlebt diese Fortschritte richtig und verbucht sie als Erfolge", schwärmte der 20-jährige Krefelder von seiner Zeit als Azubi.

Wie vielschichtig das Friseurhandwerk ist, betonte auch Ursula Kühlen bei der Lossprechung. "Viele verkennen diesen Beruf noch immer und unterschätzen ihn. Er ist anspruchsvoll und bietet vielseitige Fortbildungsmöglichkeiten, wobei der Meister nur eine davon ist", sagte die Obermeisterin. Sie hofft für die Zukunft, dass das Interesse an einer Ausbildung im Friseurhandwerk wieder größer wird, denn niemand könne diese Arbeit am Menschen ersetzen. Gleichzeitig appellierte Ursula Kühlen an die Betriebe, in Ausbildung zu investieren. Denn wo soll sonst der fachliche Nachwuchs herkommen, wenn jetzt nicht ausgebildet werde. Wer nicht ausbilde, der denke klein, bemerkte die Obermeisterin.

Quelle: RP
 
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