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Krefeld
20.391 Mini-Jobber - DGB warnt vor Altersarmut

Krefeld. Nach Angaben des DGB gab es im März 20.391 Minijobber in Krefeld. Der Frauenanteil betrug demnach 61 Prozent, was 12.447 Beschäftigten entspricht. Bei den Männern lag der Anteil bei 39 Prozent (7.944 Beschäftigte). An der Spitze der Minijobs standen in Krefeld die Bereiche Reinigung (3.673 Beschäftigte), Büro und Sekretariat (2.254); Verkaufsberufe (2.080), Gastronomie (1.828) sowie Verkehr und Logistik (1.278). Der DGB nimmt die Zahlen zum Anlass zu fordern, Minijobs künftig nur noch zuzulassen, wenn die Arbeitgeber ab dem ersten Euro die vollen Sozialversicherungsbeiträge auf die erbrachten Arbeitsleistungen zahlen, so der stellvertretende Krefelder DGB-Vorsitzende Philipp Einfalt.

In der Sozialversicherung sind Minijobs eine Besonderheit, da für die Beiträge geringfügig Beschäftigter in die Sozialversicherung andere Regeln gelten als für regulär Beschäftigte. Das betrifft laut DGB die Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung. Der Boom der Neben- und Minijobs zeigt, dass sich die Arbeitgeber hier ein Schlupfloch geschaffen haben, um aus den Sozialversicherungssystemen auszusteigen. Minijobs würden vor allem genutzt, um Steuern und Sozialabgaben zu vermeiden, so der DGB-Vorwurf. Das aber verstärke den Trend zu Altersarmut. So erwerbe man nach DGB-Berechnungen nach 45 Jahren in einem Minijob bei gewerblichen Arbeitgebern und Versicherungsfreiheit nur einen Rentenanspruch von 163,61 Euro. Die Ausweitung der Billigjobs bewirke einen Schaden für die Volkswirtschaft, die Sozialversicherungssysteme und Arbeitnehmer.

(vo)
 
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