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Krefeld
23-Jährige bekommt Kind in der Untersuchungshaft

Krefeld. Dem Einbrecherinnen-Duo aus Osteuropa, 23 und 15 Jahre, werden zehn Einbrüche außerhalb Krefelds zur Last gelegt. Von Norbert Stirken

Eine 23-jährige Osteuropäerin war hochschwanger, als sie vor fast acht Wochen von der Polizei in Krefeld festgenommen wurde. Seit dem 4. Dezember des vergangenen Jahres sitzt sie in Untersuchungshaft - inzwischen nicht mehr allein, sondern nach ihrer Entbindung mit einem Baby. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Säugling der Frau entzogen wurde", erklärte eine Polizeisprecherin gestern auf Anfrage unserer Redaktion.

Die Frau war mit ihrer 15 Jahre alten Begleitung - ebenfalls osteuropäischer Herkunft - auf Diebestour. Dem Duo wurden zunächst zwei versuchte Wohnungseinbrüche an der Dürerstraße im Bismarckviertel zur Last gelegt. Aufmerksame Hausbewohner hatten die Frauen ohne festen Wohnsitz in Deutschland beobachtet und die Polizei hinzugerufen. Als sie die beiden ansprach, flüchteten sie in Richtung Friedrich-Ebert-Straße. Die Polizei traf die Frauen auf der Hohenzollernstraße an, sie führten Einbruchswerkzeug mit sich. Beide wurden auf Antrag der Staatsanwaltschaft Krefeld am nächsten Tag beim Amtsgericht Krefeld vorgeführt. Der Richter erließ gegen beide Haftbefehle - auch gegen das minderjährige, aber strafmündige 15-jährige Mädchen.

Das Duo hatte sich an Haustüren zu schaffen gemacht und versucht, sie aufzuhebeln. Die zwischenzeitlich durchgeführten Ermittlungen, so die Polizei gestern, erbrachten konkrete Hinweise und Zusammenhänge zu weiteren zehn Einbrüchen außerhalb Krefelds, die den beiden Tatverdächtigen zugeordnet werden können. Diese Tatorte befinden sich im Gebiet Mönchengladbach, Duisburg, Gelsenkirchen, Dortmund, Hagen und Wuppertal. Die Staatsanwaltschaft prüft zurzeit, inwieweit diese Einbrüche mit dem Krefelder Verfahren zusammengeführt werden können.

Quelle: RP
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