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Krefeld
25 Jahre Spielplatzpaten - ein Erfolgsmodell

Krefeld. Auf dem Kirschkamperhof dankte Oberbürgermeister Frank Meyer den Ehrenamtlern für ihr "großartiges Engagement". Von Otmar Sprothen

Zur 25-Jahr-Feier hatte der Fachbereich Jugendhilfe und Beschäftigungsförderung die Krefelder Spielplatzpaten mit ihren Familien auf den Kirschkamperhof am Luiter Weg eingeladen. Auf dem Innenhof war bei strahlendem Sonnenschein eine lange Tafel zum Essen und Trinken aufgebaut worden, auf dem weiträumigen Außengelände fanden die zahlreich erschienenen Kinder abwechslungsreiche Spielmöglichkeiten, während die Erwachsenen Erfahrungen austauschten. Die Spielplatzpaten sind ein Erfolgsmodell für das zielgerichtete Zusammenwirken von bürgerschaftlichem Engagement und Verwaltung. "Was manche Erwachsene Kinderlärm nennen, ist eine unbefangene Äußerung des Kindseins", sagt Amtsleiter Gerhard Ackermann. "Das sehen unsere Spielplatzpaten genau so."

60 Prozent der 180 Krefelder Kinderspielplätze werden von 280 Spielplatzpaten betreut. "Damit liegt Krefeld in der NRW-Spitzengruppe", sagt Angela Schäfer vom Kinder- und Familienbüro, die das Projekt Spielplatzpaten koordiniert. "Wir haben einige Spielplätze dabei, die mit ihren überholten Spielgeräten eigentlich unattraktiv sind, wegen der Spielplatzpaten aber immer noch stark nachgefragt werden. Ein starker Anreiz sind auch die Spielcontainer, die unser Fachbereich an die Spielplatzpaten ausgibt. Außerdem machen wir Angebote zur Einarbeitung und Fortbildung." Ihre Kollegin Birgit Kuttkus lobt die reibungslose Zusammenarbeit mit dem Grünflächenamt, das defekte Spielgeräte schnell austauscht, und dem Kommunalen Ordnungsdienst, der bei Schwierigkeiten schnell zur Stelle ist.

Oberbürgermeister Frank Meyer dankte den Spielplatzpaten für ihr "großartiges Engagement". Spielplatzpaten seien wichtig, weil sie auf der Basis sehr geringer städtischer Mittel etwas bewirken würden, das weit über Krefelds Stadtgrenzen ausstrahle. Alle zwei Jahre lädt die Stadt Krefeld die Spielplatz-Kümmerer zu einer attraktiven Dankeschön-Veranstaltung, etwa zu einer Nacht-Safari in den Krefelder Zoo oder in das Hülser Theater "Blaues Haus".

Vor einem guten Jahrzehnt hatte die Stadt die Werbung von Bürgerinnen und Bürgern, auch Vereinen oder Initiativen verstärkt, die sich ehrenamtlich und ohne finanzielle Verpflichtungen einzugehen, um einen Spielplatz in ihrer Nähe kümmern: Stadtlandschaften sind für Kinder oft ohne Reiz; das Sicherheitsbedürfnis von Eltern tut oft ein Übriges, Kinder lieber zu Hause an elektronische Spielgeräte zu lassen, wo sie allerdings die so wichtigen kommunikativen Erfahrungen im Umgang mit anderen Kindern nicht machen können.

Mit den Spielplatzpaten haben die Kinder erwachsene Ansprechpartner zur Seite, die ihnen bei der Vertretung ihrer Interessen helfen, die Anleitungen zum Spielen geben, Spielaktionen und Spielfeste durchführen, die Verantwortlichen der Stadt über Mängel auf dem Platz unterrichten und jede Menge eigener Ideen entwickeln können, da sie in der Ausgestaltung ihrer Patenschaft frei sind.

Quelle: RP
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