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Krefeld
300 Gesamtschüler der Rheinstadt beteiligen sich an Black-Box-Aktion

Krefeld. Die Initiative "Krefelder Fairkehr" will den hohen Zahlen von mangelhaft oder gar nicht beleuchteten Fahrrädern entgegenwirken.

Wie wichtig "sehen und gesehen werden" in der dunklen Jahreszeit für Schüler sein kann, führt die "Black Box" seit einigen Jahren Krefelder Schülern eindrucksvoll vor. Schüler der Gesamtschule Uerdingen kamen nun in den Genuss, die Aktion mitmachen zu können. Die Initiative "Krefelder Fairkehr" will damit den hohen Zahlen von mangelhaft oder gar nicht beleuchteten Fahrrädern an Schulen und auf Straßen entgegenwirken.

Das sei bei seinem Rad anders, erzählt Lukas. "Ich habe eine LED-Lampe an meinem Rad. Meine Mama hat eine ganz normale, die ist aber nicht so hell wie meine", so der Elfjährige. Er bekommt gerade von dem Polizisten Helmut Bott zusammen mit seinen Mitschülern den Unterschied zwischen einer LED-Lampe, einer Halogen-Lampe und einer Glühbirne erklärt. Dass sie nicht nur unterschiedlich hell leuchten, erfahren sie hier ebenso wie, dass sie unterschiedlichen Kraftaufwand benötigen. Bei der späteren Abfrage können sich daran aber nicht mehr alle erinnern. Dennoch sind sich die Mitarbeiter der Polizei, Fairkehr und der "Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Städte und Gemeinden in NRW" einig, die die Themenmodule zur Verfügung stellt, einig, dass sich die Aktion lohnt. "Die Kinder sind mit Eifer dabei", berichtet Michael Hülsmann. "300 Schüler der Stufen fünf und sechs der Gesamtschule Uerdingen lernen heuer an den Modulen, was ein sicheres Fahrrad ausmacht und was nicht."

Dazu gehört auch der Besuch in der Werkstatt. Hier lernen die Kinder, wie sie kleinere Reparaturen an ihrem Rad vornehmen. "Ich habe sofort bemerkt, dass etwas mit dem Sattel nicht stimmte und konnte ihn sofort reparieren. Auch die fehlenden Katzenaugen habe ich entdeckt. Mir gefällt diese Aktion sehr gut, ich habe hier heute schon einiges gelernt", sagt Damian, der mit seiner Gruppe gerade aus der Werkstatt kommt. Hinter ihm und seiner Gruppe liegt auch schon die "Reflektor"-Station. Hier sehen die Schüler aus der Sicht eines Autofahrers, was Reflektoren alles können. Egal, ob an einer Weste, an der Kleidung, in den Speichen, an der Schultasche oder vorne und hinten am Fahrrad, die Kinder kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus, wie hell Reflektoren werden, wenn sie angestrahlt werden. Aber auch, wie schlecht man gesehen wird, wenn man auf sie verzichtet.

Die eigentliche "Black Box", die der Aktion den Namen gibt, bildet das Abschluss-Modul. Sie simuliert über einen Monitor eine Verkehrssituation, in der im Dämmerlicht Fahrradfahrer unterwegs sind. Schnell wird klar, dass Fahrradlampen nicht nur das Umfeld beleuchten, sondern gleichzeitig auch "Positionslampen" sind, die die Aufmerksamkeit anderer Verkehrsteilnehmer wecken. Aber wie viele Radler sind mit Licht unterwegs und wie viele verzichten darauf? Da es etwas zu gewinnen gibt, ist die Aufmerksamkeit der Kinder besonders hoch. Drei Schüler pro Klasse dürfen sich über ein Fairkehr-Set freuen.

Quelle: RP
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