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Krefeld
32 Kita-Kinder sind jünger als ein Jahr

Krefeld: 32 Kita-Kinder sind jünger als ein Jahr
Krefelds scheidender Oberbürgermeister Gregor Kathstede bei der Eröffnung der Kindertagesstätte Gatzenstraße in Verberg. In Krefeld ist die Betreuungsquote der Jungen und Mädchen bis sechs Jahre höher als im Land. FOTO: Lammertz, Thomas (lamm)
Krefeld. Die Betreuungsquote stieg für Krefeld auf 96,9 Prozent, teilte das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik gestern mit. Die Politik will im kommenden Jahr erneut über die Anhebung der Kita-Gebühren beraten und neue Obergrenzen beschließen.. Von Norbert Stirken

Die Zahl der Jungen und Mädchen im Alter von bis zu einem Jahr, die eine Kindertagesstätte besuchen oder von einer Tagesmutter betreut werden, geht landesweit zurück. Nicht so in der Stadt Krefeld. Dort ist ein Anstieg der Fälle um 18,5 Prozent zum Stichtag 1. März 2015 zu verzeichnen. Das teilte das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik (IT.NRW) gestern mit.

In Nordrhein-Westfalen sank die Zahl der Kinder, die noch nicht ein Jahr alt sind, in Kitas und bei Tagesmüttern von 2807 auf 2591. Das ist ein Minus von 7,7 Prozent. In Krefeld betreuen die Erzieher nun 32 statt 27 Jungen und Mädchen in der Altersklasse. In allen anderen Kategorien liegt Krefeld im Trend, läuft ihm sogar voraus. So stieg die Zahl der Kinder in Tageseinrichtungen in der Stadt um 3,5 Prozent (NRW: drei Prozent) von 6484 auf 6710. Überproportional ist die Zunahme bei den Unter-Dreijährigen: Der Anstieg von 1229 auf 1415 bedeutet ein Plus von 15,1 Prozent (NRW: 12.1 Prozent).

Davon sind 32 jünger als ein Jahr (1,7 Prozent), 395 jünger als zwei Jahre (22,2 Prozent) und 988 jünger als drei Jahre (52,2 Prozent). In allen Jahrgängen besuchen im Verhältnis mehr Kinder eine Betreuungseinrichtung als im Landesdurchschnitt, und auch der Anstieg verläuft in der Stadt Krefeld stärker als im Landesdurchschnitt.

Bei den Jungen und Mädchen jünger als drei Jahre liegt die Betreuungsquote bei 25,7 statt 23 Prozent wie im Vorjahr. Auf die Erzieherinnen und Betreuungskräfte in den Einrichtungen kommen damit immer mehr zusätzliche Aufgaben zu. Über die Altersproblematik hinaus ist der Nachwuchs oftmals in seinen Fähigkeiten zurückgeblieben. Das macht sich unter anderem beim Essen und Trinken sowie beim Anziehen von Spielhosen, Schuhen und Jacken bemerkbar. Selbst Kinder älter als drei Jahre wissen bisweilen mit Besteck nichts anzufangen. Oder ihnen hat niemand beigebracht, beim Schlüpfen in den Ärmel einer Jacke oder eines Mantels die Hand zur Faust zu ballen, statt die Finger zu spreizen.

Insgesamt liegt die Betreuungsquote in Krefeld bei 96,9 statt 92 Prozent im Vorjahr (Stichtag 1. März 2014). Grundlage bilden die Zahlen der letzten Volkszählung Zensus. Der Anteil der betreuten Kinder liegt in der Stadt Krefeld exakt einen Prozent höher als im Land und 1,5 Prozent höher als im Regierungsbezirk Düsseldorf. Gegenüber der Stadt Düsseldorf ist die Krefelder Quote 0,7 Prozentpunkte niedriger. Das mag unter anderem daran liegen, dass Düsseldorf bislang auf die Erhebung einer Gebühr für die Betreuung in Kindertageseinrichtungen verzichtet hat.

In Krefeld haben die politischen Parteien sich darauf verständigt, die Diskussion über die Kita-Gebühren im kommenden Jahr wieder aufzunehmen. Vor der Wahl des neuen Oberbürgermeisters hatte die Stadtverwaltung im Zuge der Haushaltsberatungen sowohl eine lineare Erhöhung der bestehenden Gebühren als auch die Einführung zusätzlicher Einkommensobergrenzen vorgeschlagen. Bisher ist die höchste Stufe, nach der sich die Kita-Gebühr berechnet, 61.400 Euro Jahreseinkommen der Eltern. Die Verwaltung denkt daran, vier weitere Stufen bis zu einem Gesamtjahreseinkommen von 104.600 Euro einzuführen.

Quelle: RP
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