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Krefeld
3618 Flüchtlinge: Pro Woche kommen 30 hinzu

Krefeld: 3618 Flüchtlinge: Pro Woche kommen 30 hinzu
Stadtdirektorin Beate Zielke FOTO: TL
Krefeld. Die Zahl der Flüchtlinge in Krefeld steigt weiter an. "In der vergangenen Woche waren in der Stadt 3618 Personen registriert", sagt Stadtdirektorin Beate Zielke im Unterausschuss für Flüchtlingsfragen. Und ein Ende ist nicht in Sicht.

"Auch wenn überregional fast keine Betroffenen mehr ankommen, in Krefeld steigt die Zahl wöchentlich weiterhin um 30 Menschen", sagt Zielke weiter. Ein Vorwurf der Verwaltung geht an das Land NRW. Sichere Asylbewerber werden weiterhin auf die Kommunen verteilt, auch wenn dies gar nicht nötig wäre. Und: "Kreisfreie Städte werden derzeit höher belastet als die Landkreise", erklärt Zielke.

Dabei bleibt die Lage der Unterkünfte in Krefeld weiter angespannt. "Selbst auf die Belegung von Turnhallen werden wir kurzfristig nicht verzichten können", beschreibt Zielke die Situation. 1218 Asylbewerber seien bereits in Wohnungen überall im Stadtgebiet untergebracht, 770 Personen leben noch in den Turn-, 290 in Traglufthallen, die für zwei Jahre angemietet sind. "Das heißt, wir müssten für mehr als 1000 Menschen alternative Unterkünfte finden", ergänzt Zielke. Allerdings werde die Suche nach geeigneten Räumlichkeiten immer mühsamer. Das Land NRW hat derweil ganz andere Sorgen.

Erstaufnahmeeinrichtungen stehen leer - und werden nicht anderweitig belegt. Das ist auch in Krefeld nicht ausgeschlossen. Forstwald wird zwar fertiggestellt dann aber in eine Art "Stand-by-Betrieb" gehen. Das könnte für die Stadt weitreichende Konsequenzen haben. Es stellt sich die Frage, wie und ob das dann leerstehende Gebäude auf das Krefeld-Kontingent angerechnet wird. "Wir haben eine klare Vereinbarung mit der Bezirksregierung, über die Anrechnung von 1000 Flüchtlingen", betont Zielke noch einmal. "Schließlich sind Verträge auch einzuhalten." Ob das Land NRW dieser Rechnung folgt, bleibt abzuwarten. Die Stadt Krefeld ist sich in diesem Punkt allerdings der Unterstützung der Bezirksregierung sicher.

(jon)
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