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Krefeld
461 Kinder bei Waldjugendspielen im Stadtwald

Krefeld: 461 Kinder bei Waldjugendspielen im Stadtwald
Staunen: Falkner Mathilde Deckers aus St. Hubert zeigt den Kindern einen Uhu aus der Nähe. FOTO: Lothar Strücken
Krefeld. Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Kreisgruppe Krefeld, hat zum achten Mal die Waldjugendspiele mit Grundschulkindern veranstaltet - erstmals im Stadtwald.

Die Zahl der Teilnehmer ist gestiegen: 461 Kinder (Vorjahr: 372) der 3. und 4. Klasse nutzen die Gelegenheit, den Wald näher kennenzulernen. Beteiligt waren die Grundschulen Wimmersweg , Vulkanstraße, Montessori, Königshof, Forstwald, An der Burg Hüls und die Buchenschule. Karl Weckes, Vorsitzender der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Krefeld, zeigte sich erfreut über das Interesse. "Wie in einer Studie vom ECOLOG-Institut für sozial-ökologische Forschung und Bildung ermittelt, fühlen sich mehr als 80 Prozent der Jugendlichen in der Natur wohl. Wir liegen also mit unserer Idee, den Jugendlichen die Natur näherzubringen genau richtig." In NRW finden die Waldjugendspiele seit 1977 statt. 2001 startete die Krefelder Kreisgruppe der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald mit Hülser Grundschule an der Burg diese Aktion für Krefeld - damals mit 50 Kindern.

Die zweitägigen Waldjugendspiele in Krefeld wurden von Lehrern, Eltern, Vertretern des Wanderclubs Frisch Auf Hüls, der Kreisjägerschaft Krefeld, freiwilligen Helfern und Mitgliedern der Schutzgemeinschaft begleitet. Hilfreiche Unterstützung erfolgte wie in den Jahren zuvor durch das Grünflächenamt, das einen Parcours aufgebaut hat. Auf dem drei Kilometer langen Rundkurs mit zehn Stationen mussten die Kinder Aufgaben rund um das Ökosystem Wald lösen. Oberbürgermeister Frank Meyer betonte als Schirmherr zur Eröffnung die Bedeutung der Veranstaltung für das Vermitteln von Verständnis und Interesse zur Natur. Er stellte die besondere Leistung der Schutzgemeinschaft heraus, die in den letzten fünf Jahren 16.000 Bäume und Sträucher gepflanzt habe. Zu den Aufgaben für die Kleinen gehörte es, Tiere des Waldes vom Wildschwein bis zum Dachs anhand von Tierdarstellungen oder Fellen zu erkennen. Es gab Geschicklichkeitsspiele wie das Balancieren mit Baumscheiben oder Holz Stapeln, es mussten Bäume bestimmt werden, oder die Kinder mussten mit Hilfe der Geometrie die Höhe eines Baumes errechnen. Sportlich ging es beim Diskus-Zielwerfen mit Holzscheiben zu, handwerklich beim Bau von Nistkästen.

Zu den beeindruckendsten Erfahrungen der Kinder dürfte die Begegnung mit einem Uhu und einem Steinadler gehören, die die Falkner Mathilde und Heinz Deckers aus St. Hubert mitgebracht hatten.

(vo)
 
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