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Krefeld
50 Euro in 2017 - auch Essensgeld in Kitas steigt

Krefeld. Der Jugendhilfeausschuss hat gestern dem Rat eine Anhebung der Beköstigungsentgeltes und ein neues Kita-Gebührenmodell empfohlen. Auf viele Eltern werden im kommenden Kindergartenjahr zum 1. August 2016 deutlich höhere Kosten zukommen. Das Beköstigungsgeld in städtischen Kitas wird, so beschloss die Politik, zum 1. August 2016 von 30 auf dann 40 Euro angehoben, ein Jahr später sogar auf 50 Euro. Das Alternativmodell der Verwaltung wäre gewesen, sofort auf 50 Euro zu erhöhen. Das hielt die Politik aber für einen zu großen Sprung.

Seit 2001 war das Beköstigungsentgelt in Krefeld nicht mehr angehoben worden. Es liegt derzeit bei 30 Euro monatlich und wird unabhängig von den Schließzeiten für zwölf Monate pro Jahr gefordert.

Die Stadt rechnet mit erheblichen Mehrkosten. Bisher gab es nur für die Kinder mit 45 Betreuungsstunden eine Pflicht zur Beköstigung, künftig auch für Kinder mit 35 Stunden. Laut Stadt können zusätzlich zu den 2192 Kindern mit 45 Stunden 1446 Kinder mit 35 Stunden ein Mittagessen beanspruchen. "Da bislang über die Beköstigung lediglich die Lebensmittelkosten und nicht die Kosten der Zubereitung etc. gedeckt waren, ist der bisherige Betrag bei weitem nicht auskömmlich", teilte die Verwaltung mit, die an der Sitzung des Jugendhilfeausschuss in Person von Dezernent Gregor Micus und Jugendamtsleiter Gerhard Ackermann teilnahm. Mindestens 26 Prozent der Zahlungspflichtigen sind vom Beitrag befreit. Die restlichen Eltern kommen also allein für die Mehrkosten auf. Erwartungsgemäß empfahl der Jugendhilfeausschuss auch die neue, von SPD und CDU vorgeschlagene, Beitragsstaffelung, die neue Einkommensstufen schafft und deutlich höhere Kita-Gebühren vorsieht. Auch die FDP stimmte dafür. Grünen-Ratsfrau Anja Cäsar kritisierte den Vorschlag. Esgebe "willkürliche Sprünge" bei den Gebühren.

(sep)
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