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Krefeld
50 Flüchtlinge nehmen an der Tanz-in-den-Mai-Party in Traar teil

Krefeld. Walter Potthast, Präsident des Bürgerschützenvereins Krefeld-Traar, freut sich über die gelungene Premiere auf dem provisorischen Ersatzfestplatz. Von Linda Schumilas

Es dauerte nur wenige Minuten, da stand der bunt geschmückte Maibaum an der Moerser Landstaße. Kinder der Traarer Kitas und der Grundschule Buscher Holzweg haben den Maikranz mit bunten Bändern geschmückt und im Anschluss einstudierte Lieder gesungen.

Weil auf dem eigentlichen Traarer Festplatz an der Lindenallee eine Traglufthalle für 150 Flüchtlinge steht, wurde einige Meter weiter ein Ersatz-Festplatz an der Moerser Landstraße errichtet. "Wir sind dankbar, dass es so reibungslos geklappt hat, einen Ersatz zu finden", sagt Walter Potthast, Präsident des Bürgerschützenvereins Krefeld-Traar.

"Wir haben die Flüchtlinge zu dem Fest eingeladen und es sind wirklich viele gekommen", sagt Potthast. Ein gemischter Chor aus Traarer Bürgern und Flüchtlingen hat einige Tage zuvor gemeinsam ein Lied einstudiert und zur Eröffnung des Maifestes gesungen.

Für die Besucher gab es ein vielseitiges Programm: Eine Hüpfburg, Kinderschminken und eine Zirkusaufführung im Schützenzelt sorgten bei den Kindern für große Unterhaltung. Den Tag über spielten die Musikkapellen "Nette Stölle Jonges" und "BSW 78". Am Mittag wurde der Festplatz offiziell durch Oberbürgermeister Frank Meyer eröffnet. Meyer zeigt sich glücklich über den Umzug an die Moerser Landstraße: "Mir ist es wichtig, dass wir in solchen Zeiten näher zusammenrücken. Es ist eine tolle Kombination mit den neuen Traarern hier feiern zu können." An dem, was noch nicht so gut läuft " müsse noch gearbeitet werden". Grundsätzlich höre er aber nur Positives, sagt Meyer. Am Abend zuvor gab es eine große "Tanz in den Mai" Party zu der auch die Flüchtlinge eingeladen waren. "Von den 150 untergebrachten Flüchtlingen kamen rund 50 zur Party", erzählt Potthast. "Man konnte richtig merken wie viel Spaß sie hatten." Potthast ist begeistert, wie gut die Flüchtlinge in Traar integriert sind. "Es ist schön zu sehen, wie viele Kontakte sie schon geknüpft haben und wie gut sich alle verstehen."

Da sich die Flüchtlingsunterkunft in unmittelbarer Nähe zum Festplatz befindet, wurde auf den sonst üblichen Einsatz von zwei laut knallenden Kanonen, die Plastikbälle zu den Kindern befördern, verzichtet.

Quelle: RP
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