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Krefeld
5000 Kinder mit Eltern zum gemeinsamen Sport eingeladen

Krefeld: 5000 Kinder mit Eltern zum gemeinsamen Sport eingeladen
Im vergangenen Jahr kamen mehr als 4000 Besucher zu den Sonntagen des Familiensports in die Sporthallen. Eltern können mit ihren Kindern zusammen turnen, spielen und verschiedene Sportarten ausprobieren. Am Sonntag startet um 15 Uhr die zehnte Auflage der Aktion. FOTO: AOK
Krefeld. Ab Sonntag können Eltern mit ihren Kindern an neun Nachmittagen in den Sporthallen der Stadt toben und Sportarten testen. Das Projekt ist bereits im zehnten Jahr, der Zulauf wächst weiter an. Von Henning Rasche

Eigentlich, gesteht Karin Klein vom Fischelner Turnverein, habe sie dem Projekt eine solch lange Lebensdauer nicht zugetraut. "Ich bin aber eines Besseren belehrt worden", erzählt die Pressewartin von den Startschwierigkeiten bei "Mama, Papa und ich - Familiensport am Sonntag". Im ersten Jahr seien an insgesamt zehn Sonntagen 480 Kinder zu ihr in die Sporthalle gekommen, im vergangenen waren es bereits mehr als 2000. "Es ist eine Freude zu sehen, dass es dauerhaft gut geht", sagt Karin Klein.

Am kommenden Sonntag, 10. Januar, startet das Projekt nun ins zehnte Jahr. Ein Bündnis aus der Sportjugend im Stadtsportbund, dem Sport- und Bäderamt und der AOK Rheinland lädt Eltern mit ihren Kindern bis zum 13. März (außer am Karnevalssonntag) nachmittags in vier Sporthallen der Stadt. Zwischen 15 und 17 Uhr können Mädchen und Jungen in den Hallen am Gießerpfad, Löschenhofweg, Wimmersweg und der Felbelstraße verschiedene Sportarten, Spiele und Geräte testen. Der Eintritt kostet einen Euro, AOK-Mitglieder zahlen nichts.

Neben dem Fischelner Turnverein beteiligen sich außerdem der Sportclub Bayer 05 Uerdingen und der TuS Gatherhof an der Aktion. Die Vereinsvertreter berichteten gestern bei einem Pressegespräch von den zahlreichen organisatorischen Problemen, die es zu lösen gilt. So sollen ausreichend ausgebildete Übungsleiter in den Hallen sein, um Geräte und Spiele aufzubauen und zu organisieren. Außerdem müssen die Sporthallen an den neun Sonntagen vom Vereinssport freigeräumt werden. Handballer etwa müssen zu anderen Zeiten Tore werfen.

Sabine Franken von Bayer Uerdingen sieht trotz des Aufwands aber vor allem eine große Chance. "Wir wollen die Breite des Vereinssports zeigen und hoffen natürlich auch, neue Mitglieder zu gewinnen", sagt sie. Denn eine Vereinsmitgliedschaft ist zum Mitmachen nicht notwendig. Genaue Zahlen über einen Mitgliederzuwachs nach der Veranstaltung haben die Vereine nicht parat, aber ein gutes Gefühl, dass sich die Aktion lohne, habe Sabine Franken schon. Dieter Porten vom Sport- und Bäderamt sieht in der offenen Form der Veranstaltung eine zwingende Notwendigkeit. Viele Menschen seien durch die Bürokratie eines Mitgliedsantrags und dem Beitrag abgeschreckt. Zu den Sportsonntagen könnten die Familien auch einfach so kommen. Das erleichtere den Zugang.

Manrico Preissel, stellvertretender Regionaldirektor der AOK-Krankenkasse in Neuss und Krefeld, betont die Bedeutung von Bewegung für die Gesundheit. "Das passt gut zu den Vorsätzen für das neue Jahr. Wir wollen Kinder und Jugendliche von Fast-Food-Ketten, Bildschirmen und Spielekonsolen weglocken", erläutert Preissel.

Die Krankenkasse unterstützt die Aktion finanziell. Nach drei Sonntagen will sich das Bündnis mit allen beteiligten Übungsleitern zusammensetzen und über mögliche Verbesserungen debattieren. Im kommenden Jahr könnte es auch wieder ein zusätzliches Einzelereignis wie Eislaufen oder Fußballspielen geben. Der Zulauf zu der Aktion wuchs in den Jahren stetig an. 2015 kamen mehr als 4000 Besucher.

Quelle: RP
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