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JVA Münster schließt
62 Häftlinge kommen in stillgelegtes Gefängnis nach Krefeld

62 Häftlinge aus Münster kommen nach Krefeld ins Gefängnis
Die Justizvollzugsanstalt an der Ecke Steinstraße/Nordstraße: 1892 wurde sie gebaut, 2015 wurde sie geschlossen. FOTO: T. L.
Krefeld. Bis Freitagmittag müssen knapp 500 Häftlinge das einsturzgefährdete Gefängnis in Münster verlassen. 62 der insgesamt über 500 Häftlinge kommen auch nach Krefeld. Einziges Problem: Die JVA Krefeld wurde letztes Jahr geschlossen. 

Die Gefängnis-Räumung in Münster läuft nach Plan. Bis zum Donnerstagabend wurden 380 Gefangene in andere Justizvollzugsanstalten des Landes verlegt, wie JVA-Leiter Carsten Heim auf Nachfrage bestätigte. Der Notfallplan sieht die Räumung innerhalb von 48 Stunden bis Freitagmittag vor.

Ein Großteil der 515 Insassen der Justizvollzugsanstalt wird in andere Haftanstalten verlegt - 62 von ihnen kommen auch nach Krefeld. Das bestätigte die Gefängnisleitung in Münster. Dafür seien sieben Busse im Einsatz, "die mehrmals hin und her fahren", sagte ein Sprecher des Justizministeriums. Zusätzlich gebe es auch einige Einzeltransporte. 

Allerdings wurde die JVA an der Nordstraße Ecke Steinstraße in Krefeld Ende 2015 geschlossen, weil es veraltet war. In die Schlagzeilen geriet das Gefängnis, als 2007 der Häftling Rahim Direkci aus der Anstalt floh

Wie genau der Umzug der Häftlinge logistisch ablaufen soll und ob die Ausstattung der JVA noch soweit intakt ist, dass dort spontan neue Häftlinge einziehen können, dazu war am Donnerstagabend keine Stellungnahme der Verantwortlichen zu bekommen. 

 

 

(siev/dpa)
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