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Krefeld
65-Jähriger gründet Bildungszentrum

Krefeld: 65-Jähriger gründet Bildungszentrum
Heinz-Friedrich Kammen, Zweiter von rechts, verfügt über reichhaltige Erfahrungen in der Ausbildung von jungen Leuten. FOTO: Thomas lammertz
Krefeld. Heinz-Friedrich Kammen - Jahrgang 1949 - hat das Bildungszentrum Metall & Elektro Kammen (BZ MEK) ins Leben gerufen. Kammen beschäftigt 24 Festangestellte und 13 Honorarkräfte in fünf Hallen auf 5300 Quadratmetern. Von Gerd Deußen

Eine ungewöhnliche Firmengründung ist im Krefelder Norden über die Bühne gegangen: An der Voithstraße, die bald wieder Kleinewefersstraße heißen soll, hat Heinz-Friedrich Kammen - Jahrgang 1949 - das Bildungszentrum Metall & Elektro Kammen (BZ MEK) ins Leben gerufen. Der MEK-Geschäftsführer war vorher über einen Zeitraum von über 25 Jahren der Leiter des über die Stadtgrenzen hinaus bekannten Ausbildungszentrums der Firma Voith Paper am Standort Krefeld.

Voith Paper, Anlagenbauer für die Papierindustrie, hat diesen Standort (wie berichtet) zum 1. Oktober 2015 geschlossen. "Der Weggang der Firma hat große Unsicherheit für das Ausbildungszentrum bedeutet", sagt Kammen heute. "Nach reiflicher Überlegung habe ich mich entschlossen, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen und die MEK als nahtlosen Nachfolger des Ausbildungszentrums zu gründen."

Schwerpunkte sind Verbund- oder Auftragsausbildung für andere Firmen, Umschulungen sowie Qualifizierungen, alles im Bereich der Metall- und Elektroberufe. Die Räumlichkeiten sind dem MEK-Geschäftsführer bestens bekannt: Sein Bildungszentrum ist erster Mieter auf dem traditionsreichen Werksgelände, das die Kleinewefers Beteiligungsgesellschaft im Vorjahr von der Firma Voith zurückerworben hat. Auf dem Areal, das jetzt den Namen K 2 trägt, stehen dem Bildungszentrum fünf Hallen auf 5300 Quadratmetern zur Verfügung. Kammen hat 24 festangestellte Mitarbeiter und 13 Honorarkräfte, die als Dozenten arbeiten. Außerdem hat er noch 24 eigene Auszubildende, die von Voith Paper Krefeld übernommen worden waren.

Heute hat das Bildungszentrum 42 Partnerfirmen für die Verbund- oder Auftragsausbildung. "Diese Zahl", sagt Kammen, "ist seit Mitte der 90er Jahre stetig gewachsen." Bei der Firmengründung geholfen hätten ihm die bisherigen Kontakte und der direkte Draht zur Industrie, "weil alle mir ihr Vertrauen geschenkt haben. Das ist sehr wichtig für unsere Arbeit."

Wichtig war ihm bei diesem Schritt, den er als Fortsetzung seines Lebenswerkes ansieht, auch die Zustimmung seiner Familie: "Sie steht hinter diesem Schritt. Meine Frau hat vollstes Vertrauen in das, was ich tue - und das bereits seit 42 Jahren."

Zertifizierte Erwachsenenbildung wird am Standort bereits seit 1972 angeboten. Beginn der praxisorientierten Umschulung war 1972, verantwortlich zeichnete damals das Unternehmen Kleinewefers. Mit der Firma Sulzer kam 1992 die Verbundausbildung hinzu. Es folgten die Wechsel zu Voith-Sulzer (1994) und zu Voith Paper (1998).

Quelle: RP
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