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Krefeld
80 RP-Leser in Zangs-Ausstellung

Krefeld. Kunsthändler Rüdiger K. Weng erklärte seine Sammlung.

Das Interesse an der Ausstellung mit Werken der Krefelder Herbert Zangs und Adolf Luther war riesengroß. Kunsthändler Rüdiger K. Weng führte rund 80 RP-Leser in drei Führungen durch die Ausstellung in den früheren Büroräumen an der Kimplerstraße in Fischeln. Viele Besucher haben die Künstler noch persönlich gekannt und wussten die ein oder andere Anekdote beizusteuern.

Weng und seine Mitarbeiterin Hanna Welzel informierten die Gäste, von denen einige Arbeiten der Künstler besitzen oder gar sammeln, über die Bedeutung des Werks im kunsthistorischen Kontext. Weng hat es sich zum Ziel gesetzt, vor allem die Pionierleistung des Avantgardisten Zangs publik zu machen. Der umstrittene Krefelder war seiner Zeit voraus und nahm mit seinen so genannten Verweißungen Anfang der 1950-er Jahre eine Entwicklung vorweg, die heute vor allem mit den Zero-Künstlern Heinz Mack und Otto Piene in Verbindung gebracht wird. Zangs beschäftigte sich bereits mit einem erweiterten Kunstbegriff, als der berühmte Joseph Beuys sich noch der sakralen Kunst widmete. Im Gegensatz zu seinem viel prominenteren Kollegen verzichtete Zangs darauf, Erklärungen zu seinem Werk abzugeben. Beuys hingegen bestand wortreich darauf, seine Ansichten unters Volk zu bringen. Selbst "tote Hasen" waren vor dem späteren Professor nicht sicher und bekamen die Kunst erklärt.

(sti)
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