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Krefeld
A 57: Detail-Planung für zwei Teilstücke beginnt

Krefeld. Weil die Frage der Tunnel-Trog-Lösung für die A57 auf Krefelder Stadtgebiet immer noch nicht geklärt ist, sollen die Bereiche nördlich und südlich des Planungsabschnitts vorgezogen werden. Das bestätigte Norbert Cleve, Planer von Straßen NRW. Für die Abschnitte Autobahnkreuz Moers bis Ausfahrt Krefeld Gartenstadt und den Abschnitt Ausfahrt Oppum bis Kreuz Meerbusch bevorzugt Straßen NRW den Ausbau der A57 in bestehender Höhenlage mit "wesentlich verbessertem Lärmschutz". Für beide Ausbauabschnitte liegt bereits der Auftrag vor, in die detaillierte Planung einzusteigen. Von Sebastian Peters

Im Abtimmungsprozess

In diesem Jahr könnte sich entscheiden, ob Krefeld die Tunnel-Trog-Lösung erhält – entweder auf dem gesamten Stadtgebiet oder in einem kleineren Teilbereich von 6,5 Kilometern Länge zwischen den Abfahrten Gartenstadt und Oppum. Hier befinden sich Bund, Land und Krefeld noch in einem Abstimmungsprozess. "Das ist vor allem eine Frage der finanziellen Situation des Bundes", sagt Norbert Cleve, der für den möglichen Tunnel frühestens 2013 als Baubeginn sieht. 2010 wäre der Vorentwurf fertig, 2011 und 2012 begönne das Planfeststellungsverfahren, erst dann gebe es Baurecht.

Zwischen dem Autobahnkreuz Moers und der Ausfahrt Krefeld-Gartenstadt wird die A57 auf Krefelder Stadtgebiet auf einer Länge von 2,5 Kilometern ausgebaut. Südlich liegt der Ausbauabschnitt zwischen der Ausfahrt Krefeld-Oppum und dem Autobahnkreuz Meerbusch. Das Krefelder Stadtgebiet ist hier auf einer Länge von einem Kilometer tangiert.

Der RP liegt eine Stellungnahme von Straßen NRW-Geschäftsführer Winfried Pudenz an den Verkehrsexperten der SPD im Landtag, Bodo Wissen, vor. Darin schreibt Pudenz: "Die Untersuchungen im Rahmen der Vorplanung haben gezeigt, dass mit optimierten Lärmschutzkonzepten, die neben Lärmschutzwänden auch einen lärmarmen Fahrbahnbelag berücksichtigen, ein deutlich verbessertes Schutzniveau erreicht werden kann.

Gegenüber dem derzeitigen Zustand kann der Lärm um 10 bis 12 db(A) reduziert werden." Eine Reduzierung von 10 db(A) entspreche einer Verkehrsabnahme um 90 Prozent. Die Anwohner würden den Lärm dann nur noch so wahrnehmen, als ob statt derzeitig etwa 90 000 nur noch 9000 Autos pro Tag die Autobahn befahren. "Der Lärm wird nur noch halb so laut wahrgenommen."

Quelle: RP
 
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