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Krefeld
A44-Gewerbegebiet: SPD erteilt Logistikern eine Absage

Krefeld. Zwischen Sozialdemokraten in Krefeld und Meerbusch besteht Konsens über interkommunales Gewerbegebiet an der A44. Von Norbert Stirken

Für die Meerbuscher Fraktionschefs Werner Damblon (CDU) und Jürgen Peters (Die Grünen) ist es keine Überraschung: Sie kündigten bereits vor mehreren Tagen im Gespräch mit unserer Redaktion an, dass die Sozialdemokraten in Krefeld und Meerbusch für die Ausweisung des Interkommunalen Gewerbegebietes an der Autobahn 44 stimmen würden. Gestern erklärten die SPD-Fraktionen in Krefeld und Meerbusch in einer gemeinsamen Erklärung, dass für "die Errichtung des interkommunalen Gewerbegebiets entlang der A44 Konsens besteht".

Die Rahmenbedingungen an dem Standort seien erstklassig, und die Beratung in den politischen Gremien beider Städte habe gezeigt, dass das Gewerbegebiet an dieser Stelle gewollt sei, betonte die beiden Vorsitzenden Nicole Niederdellmann-Siemes (SPD-Fraktion Meerbusch) und Benedikt Winzen (SPD-Fraktion Krefeld). In beiden Städten gab es Kritik an der Größe, der Versiegelung von Flächen und der Nutzung bestimmter Branchen. Neben einer politischen Mehrheit zeichne sich auch eine gesellschaftliche Akzeptanz für das Projekt ab, meinen die beiden SPD-Ratsmitglieder.

"Bei meinen zahlreichen Begegnungen und Gesprächen erfahre ich Zustimmung für das Vorantreiben dieses Gewerbegebiets", berichtet Nicole Niederdellmann-Siemes. Winzen dankt der Industrie- und Handelskammer und den vielen Unternehmen, die sich für das Gewerbegebiet stark gemacht haben. "Nur durch wirtschaftliches Wachstum schaffen wir es, den Haushalt strukturell in den Griff zu bekommen." Das interkommunale Leuchtturmprojekt müsse zum Leben erweckt werden.

"Am Ende werden sowohl Meerbusch als auch Krefeld wirtschaftlich profitieren", so Niederdellmann-Siemes und Winzen. Nun gelte es, Detailfragen wie Erschließung und Branchenmix zu klären. "Die Planungsverwaltungen beider Städte sind aufgefordert, die berechtigten Fragen zu beantworten und in gemeinsamer Arbeit eine entscheidungsreife Vorlage für die Gremien beider Städte auszuarbeiten", so die SPD-Fraktionschefs. Das Gewerbegebiet solle keine großen Logistiker beheimaten, sondern Raum für Handwerksbetriebe und mittelständische Unternehmen bieten, die Arbeitsplätze und Wirtschaftskraft brächten.

Quelle: RP
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