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Niederländer Mitglieder der Audi-Bande?
Identität der Unfallopfer auf der A57 geklärt

Fotos: Zwei Tote - war es die Audi-Bande?
Fotos: Zwei Tote - war es die Audi-Bande? FOTO: Guido Schulmann
Krefeld. Nach dem tödlichen Unfall auf der A57 am Montag hat die Polizei die Opfer identifiziert. Es handelt sich dabei um drei Niederländer. Einer liegt nicht ansprechbar im Krankenhaus. Ob es sich dabei tatsächlich um die "Audi-Bande" handelt, ist noch unklar.

Wie die Polizei mitteilte, hätten Familienmitglieder die drei bei der niederländischen Polizei als vermisst gemeldet. Auf diese Weise habe eine Verbindung zu den zunächst unbekannten Männern, die in den Unfall verwickelt waren, hergestellt werden können. Sie hatten keine Papiere bei sich.

Laut Polizeiangaben brachen die Männer vor dem tödlichen Unfall in ein Mobilfunkgeschäft in Krefeld ein. In dem Unfallwagen, ein hochmotorisierter Audi, fand die Polizei Handys, deren Seriennummernabgleich ergab, dass es sich um die gestohlenen Handys aus dem Mobilfunkladen handelte. 

Auf der Flucht seien die Männer mit ihrem Audi vermutlich wegen überhöhter Geschwindigkeit auf der A57 in Richtung Niederlande von der Fahrbahn abgekommen. Zwei von ihnen waren am frühen Montagmorgen gestorben, einer liegt nach wie vor nicht ansprechbar im Krankenhaus. 

Sollte es sich bei den Unfallopfern um Mitglieder der "Audi-Bande" handeln, so wären sie auch für eine Reihe von Geldautomaten-Sprengungen verantwortlich. "Viele Aspekte des aktuellen Falls passen in das Raster der Bande", sagte Frank Scheulen, Sprecher des Landeskriminalamtes NRW unserer Redaktion.

Auch diesmal war das Fluchtfahrzeug ein PS-starker Audi – der Einbruch in den Handyladen, die Flucht mit sehr hoher Geschwindigkeit in Richtung Niederlande – all das seien Indizien, die tatsächlich zur "Audi-Bande" passen. Man müsse jetzt die Spurenlage abwarten und dann schauen, ob tatsächlich eine Verbindung hergestellt werden kann, erklärt Scheulen.

 

(skr, csr, lnw)
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