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Krefeld
Ab heute Warnstreiks in mehreren Krefelder Kitas

Krefeld. Die Stadt richtet vor Ort Notgruppen ein. Auch Busse und Bahnen sind von Arbeitsniederlegungen betroffen. Von Joachim Niessen

Die Gewerkschaften machen Ernst: Ab heute gibt es erste Warnstreiks im öffentlichen Dienst. Unter anderem sind in Krefeld mehrere Kindertagseinrichtungen betroffen. Nach Aussage der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) wird im Familienzentrum Leuther Straße, Familienzentrum Arndtstraße, Familienzentrum Herbertzstraße, Familienzentrum Remscheiderstraße sowie der Kita Körnerstraße und der Kita Bacherhofstraße die Arbeit niedergelegt.

Auch Verdi hat zu entsprechenden Maßnahmen aufgerufen. Die Stadtverwaltung versucht, an den betroffenen Kitas einen Dienstplan einzurichten. "Natürlich appellieren wir an die Eltern, die Kinder wenn möglich wieder mit nach Hause zu nehmen oder anderweitig unterzubringen", so eine Stadtsprecherin. Sollte das jedoch nicht möglich sein, werden die Kinder in Notgruppen untergebracht und beaufsichtigt. In der Vergangenheit war es fast immer möglich, diese vor Ort in den bestreikten Objekten einzurichten. Nur in einem Fall mussten die Kinder - mit ihrer angestammten Betreuerin - in einen benachbarten Kindergarten wechseln. Doch nicht nur Eltern und Kinder werden von den Warnstreiks betroffen sein. Im Rathaus wird heute der Service eingeschränkt, wer morgens mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu Arbeit oder in die Schule kommen will, sollte früher aufstehen. Nach Angaben eines Verdi-Sprechers werden sich Mitarbeiter der Stadtverwaltung, der Stadtwerke sowie der Entsorgungsgesellschaft Krefeld (EGK) und der Sparkasse an der Aktion beteiligen. "Der öffentliche Personennahverkehr in Krefeld wird vehement beeinträchtigt sein", so Dominik Kofent, stellvertretender Verdi-Geschäftsführer im Bezirk Linker Niederrhein. "In der Stadtverwaltung wird es zu Störungen im Betriebsablauf kommen." Verdi fordert eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um sechs Prozent sowie eine Anhebung der Ausbildungsvergütungen um 100 Euro bei einer Laufzeit des Tarifvertrages von insgesamt zwölf Monaten.

Die Stadtwerke bereiten sich bereits schon seit einiger Zeit auf den heutigen Streik am Dienstag vor. Die SWK versucht, die Straßenbahnlinien durch Busse zu ersetzen und die Taktung mit Hilfe eines Notfahrplans weitestgehend aufrecht zu erhalten. "Fahrgäste müssen aber Verzögerungen einplanen", räumte ein Unternehmenssprecher bereits im Vorfeld ein.

Quelle: RP
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