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Krefeld
Abriss des alten Kapuzinerklosters kann im Oktober beginnen

Krefeld. In der Bezirksvertretung Nord informierte ein Vertreter von Siempelkamp über den Stand der Dinge. Der Bürgerverein Inrath kritisierte die Info-Politik der Firma. Von Jochen Lenzen

Ab Oktober kann mit dem Abriss des ehemaligen Kapuzinerklosters begonnen werden, nachdem im Juni die Genehmigung erteilt wurde. Das berichtete ein Vertreter der Firma Siempelkamp am Mittwochabend in der Bezirksvertretung Nord. Siempelkamp, seit 2008 Eigentümer des Gebäudes, will an dessen Stelle ein Schulungszentrum errichten. Dem zunächst vorgesehenen Tagungszentrum stehe der Brandschutz entgegen.

Bei Siempelkamp werde derzeit überlegt, wie dieses Zentrum aussehen kann. Danach müsse für etwa 200.000 Euro ein Architekt eine Detailplanung vorlegen, der die Gesellschafter der Firma zustimmen müssen. Danach könne der Bauantrag eingereicht werden kann, erklärte der Vertreter des Unternehmens. In dem Neubau sollen neben Schulungen über Monate hinweg Hausmessen für Kunden aus aller Welt eingerichtet werden. In Zeiten, zu denen das Gebäude dafür nicht gebraucht werde, könne es auch für öffentliche Veranstaltungen vermietet werden.

Auch der Bürgerverein Inrath nahm anschließend Stellung zu dem Thema: Er positioniere sich nicht für oder gegen einen Abriss, sagte dessen Vorsitzender Rolf Hirschegger. Doch statt beizeiten von dem Unternehmen informiert worden zu sein, habe er schon im April in der RP von dem Abriss gelesen, kritisierte er die Kommunikationspolitik der Firma. Dessen Vertreter stellte dazu fest, dass der Bürgerverein nach Genehmigung des Abrissantrags informiert worden sei. - Dass das neue Schulungszentrum zeitweilig auch für die Öffentlichkeit zugängig gemacht werden soll, wertete Wolfgang Hildach (CDU) in der anschließenden Diskussion als "wichtige Aussage". Er begrüßte diesen Gedanken angesichts mangelnder Säle am Inrath.

Hinsichtlich der von Hirschegger gestellten Frage, warum akzeptiert werde, dass für das Kloster kein Denkmalschutz infrage komme, obwohl auch die Bedeutung eines Gebäudes ein Kriterium sei, sagte Wolfgang Feld (CDU): "Wenn das Klostergebäude erhalten werden sollte, hätte das Bistum handeln müssen. Doch die Kirche hat über Jahre nicht reagiert."

Schließlich nahmen die Bezirksvertreter den Beschlussentwurf zur öffentlichen Auslegung des B-Plans 733 für die Siempelkamp-Erweiterung zur Kenntnis (Bericht folgt).

Quelle: RP
 
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