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Krefeld
Abriss von Bayer-Kasino: Entscheidung liegt wieder bei Stadt

Krefeld: Abriss von Bayer-Kasino: Entscheidung liegt wieder bei Stadt
Abriss oder Erhalt? Kasino am Uerdinger Rheinufer. FOTO: bkö
Krefeld. Das Verwaltungsgericht Düsseldorf hat der Stadt Krefeld im Streit um den Abriss des Bayer-Kasinos eine Frist bis zum 9. November gesetzt. In diesem Zeitraum soll die Stadt entschieden haben, ob sie dem Bayer-Konzern den Abriss des Kasinos am Uerdinger Rheinufer genehmigt.

Die Stadt hat jetzt einen Gutachter eingeschaltet, erfuhr unsere Redaktion. Wegen Krankheit sei aber unklar, ob der Termin 9. November gehalten werden kann.

Zum Hintergrund: Vor genau einem Monat trafen sich Bayer als Klägerin und die Stadt Krefeld als Beklagte vor dem Verwaltungsgericht Düsseldorf: Bayer will das Kasino abreißen, um einen Zugang zum Rhein zu erhalten, die städtischen Denkmalschützer stufen es als denkmalwürdig ein. Bayer hatte geltend gemacht, dass ein Erhalt als Denkmal wirtschaftlich nicht tragbar sei. Das Gericht will die Stadt entscheiden lassen.

Der von der Stadt nun eingesetzte Gutachter soll prüfen, ob die von Bayer vorgetragene Begründung trägt. Es gibt im Denkmalschutz auch die Möglichkeit, die Denkmalwürdigkeit eines Gebäudes festzustellen und dennoch abzureißen - dann, wenn Nutzung oder Erhaltung eines Baus wirtschaftlich unzumutbar wäre.

(sep)
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