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Krefeld
Achim Rothe ist neuer Leiter der Diakonie

Krefeld: Achim Rothe ist neuer Leiter der Diakonie
Der gelernte Sozialpädagoge Achim Rothe übernimmt die Leitung der Diakonie Krefeld & Viersen. FOTO: Thomas Lammertz
Krefeld. Der 59-Jährige tritt die Nachfolge von Achim Lüdecke in der Leitung der Diakonie Krefeld und Viersen an. Sein Ziel: Er möchte den Generationswechsel unter den ehrenamtlichen Helfern vorantreiben. Von Richard Hill

Mehr ehrenamtlichen Helfer rekrutieren und damit dem gesteigerten Beratungsbedarf entgegenkommen - mit diesen Zielen tritt Achim Rothe die Leitung der Diakonie Krefeld & Viersen an. Der gelernte Sozialpädagoge ist seit 2007 in der Diakonie tätig und hat in dieser Zeit sowohl die Arbeit in der Verwaltung als auch in der Betreuung kennengelernt. Einstimmig wurde er im vergangenen September zur Nachfolge von Achim Lüdecke gewählt, der jetzt in den Ruhestand tritt und seine Aufgaben an Rothe überträgt.

"Ich sehe meine Hauptaufgaben in der Information, Aufklärung und Unterstützung, denn der Verein ist eine wichtige Schnittstelle zwischen Klienten, Ämtern und anderen Organisationen", erklärt Rothe. Im Fokus soll die Gewinnung von ehrenamtlichen Helfern stehen, da diese in den einzelnen Bereichen mehr leisten als reine Laienarbeit. Eingesetzt werden diese jeweils nach Qualifikation sowie eigenen Interessen und den Lebenserfahrungen, die sie mitbringen. "Beispielsweise hat einer unserer ehrenamtlichen Mitarbeiter ein PC-Programm weiterentwickelt, das bei Umfragen aus dem Bereich der Vorsorge die Arbeit der Ärzte vereinfacht. Mittlerweile wird das sogar bundesweit benutzt", berichtet Rothe.

Wie wichtig die Ehrenamtlichen für die Diakonie sind, zeigen auch die Zahlen: Vor rund fünf Jahren arbeiteten 40 Ehrenamtliche in Krefeld und Viersen, heute sind es rund 150, die von vier hauptamtlich Tätigen geleitet werden. Gleichzeitig übernehmen die Ehrenamtlichen etwa 125 Betreuungen und sind - ganz im Sinne ihrer Bezeichnung - kostengünstige Helfer. "Wir müssen selbstverständlich auch ein Auge auf die finanzielle Basis haben und versuchen, Kosten zu sparen, so gut es geht."

Gleichzeitig geht es Rothe darum, einen Generationswechsel unter den Ehrenamtlichen zu vollziehen. Viele seien mittlerweile relativ alt, während die Personen, die Hilfe und Betreuung benötigen, immer jünger werden. Ebenso gibt es eine Reihe von Aufgaben und Hilfeleistungen, bei der helfende Hände immer gern gesehen sind. Insbesondere in der Betreuung, in der es darum geht, Menschen zu helfen, die ihre eigenen Interessen nicht angemessen vertreten können - sei es, weil sie psychisch krank oder körperlich eingeschränkt sind. "So eine Beratung kann schon mal bis zu zwei Stunden dauern. Da sind Kompetenzen wie Konzentration und Ausdauer gefragt", beschreibt Achim Rothe.

Weitere Aufgaben sind zum Beispiel die Hilfeleistung bei der Erstellung von Vorsorgevollmachten, die Beratung bei finanziellen Problemen oder die Unterstützung von Senioren und Menschen mit geistiger Behinderung. "Wer sich für die ehrenamtliche Hilfe interessiert, bekommt bei uns vorab in Einführungsveranstaltungen einen Überblick über unsere Arbeit. Dies soll dabei helfen, das Potenzial jedes Interessenten bestmöglich einzusetzen", so Rothe.

Wer die Diakonie Krefeld & Viersen ehrenamtlich unterstützen möchte, kann sich melden bei Achim Rothe unter "achim-rothe@diakonie-krefeld-viersen.de" oder telefonisch unter 02151 3632047. Infos unter: www.diakonie-krefeld-viersen.de

Quelle: RP
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