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Krefeld
Adler-Jugendförderpreis an kirchliche YouTuber verliehen

Krefeld. Preisträger sind die 25 Mitglieder des "Church Project". Von Mojo Mendiola

Die Freude war Hans Krüppel auch ohne Worte anzumerken: Zum siebten Mal seit 2011 konnte er den Adler-Jugendförderpreis seines Vereins, die DJK Adler Königshof, verleihen. Und dies geschah im Rahmen eines Festakts in der Fischelner Markuskirche. Preisträger waren die 25 Mitglieder des "Church Project", einer Initiative, die aus der Markus-Jugend heraus erwachsen ist.

Unter Anleitung von Jugendleiterin Franziska Rolauffs beantworteten die Jugendlichen die Frage: "Was stellen wir uns unter Kirche der Zukunft vor?" mit der Schaffung eines eigenen YouTube-Kanals mit dem Titel "The Church Project". Sie selbst erläuterten dem Publikum ihre Motive. Sie wollten ihre verschiedenen Talente schauspielerischer, sprachlicher und filmischer Art bündeln, aus den vielen Ichs ein Wir machen, und mit selbstgedrehten Videos ihr ganz konkretes jugendliches Leben in der Gemeinde nach außen sichtbar machen, um zu zeigen, dass es keineswegs nur aus Ernst und Gebet besteht, sondern auch aus ganz viel Lebensfreude.

OB Frank Meyer würdigte in seiner Laudatio, dass eben diese Lebensfreude sich in ansteckender Weise mitteile, dass die bislang hochgeladenen Videos ein breites Themenspektrum ansprächen, dass sie viel Kreativität und handwerkliches Können zeigten und wirklich in allen Facetten eigene Produkte der jungen Leute seien. Und außerdem hob Meyer hervor, dass es doch etwas sehr Bemerkenswertes sei, das ein Sportverein, nämlich die DJK Adler Königshof, sich als Kulturveranstalter und -förderer betätigt, wie es Adler Königshof seit vielen Jahren tut. Dann übergaben Meyer und Stefani Stampe für die ATR den Preis an die Jugendgruppe.

Die Preisträger des vergangenen Jahres, das Jugendsinfonieorchester U 16 der Tonhalle Düsseldorf, krönten den Abend mit einem kleinen Konzert. Ihr Medley aus diversen James Bond-Filmmusiken kam mit feurigem Schwung daher, und Beethovens 1. Sinfonie gelang besonders im dritten Satz, während die ersten beiden einige Unsauberkeiten in den Streichern und im Timing aufwiesen und der vierte gar zu laut daherkam. Die größte Freude aber bereitete - eingebettet zwischen diese beiden Blöcke - der Vortrag von Max Bruchs "Kol Nidrei" op. 47 für Orchester und Cello mit Felix Brunnenkant als Solist. Das Orchester und Brunnenkant trafen stilsicher den Ton, den diese auf einem jüdischen Gebet fußende Komposition verlangt, spielten in jeder Hinsicht tadellos und griffen dem Publikum ans Herz.

Quelle: RP
 
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