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Krefeld
Ärger über Feuerwerk in der Altstadt bei der Uerdinger Kirmes

Krefeld. Zum dritten Mal findet das Feuerwerk auf dem Alten Markt und nicht am Rheinufer statt. Ein Bezirksvertreter sieht das als Angriff auf die Tradition.

Unzufrieden zeigte sich die Uerdinger Bezirksvertretung über den Rückzug des Feuerwerks der Uerdinger Kirmes von der Rheinfront in das Zentrum der Uerdinger Altstadt. "Es kann nicht sein, dass das ganze Uerdinger Brauchtum so den Bach hinuntergeht", ärgerte sich Bezirksvertreter Uli Lohmar (CDU). "Nachdem der Besuch des Sinter Claas bereits abgespeckt worden ist, geht es einfach nicht an, auch unsere Kirmestradition umzubiegen", sah er die Entscheidung als Angriff auf das Brauchtums. In diesem Jahr findet die Uerdinger Kirmes zum dritten Mal auf dem Alten Markt statt. Das Kirmesfeuerwerk wird vom Rathaus aus abgebrannt.

Wenn in früheren Jahren das Feuerwerk auf der gegenüberliegenden Rheinseite abgefeuert wurde, drängten die Zuschauer auf den Rheindeich, um besser sehen zu können. Das freie Rheinufer und der dahinströmende Fluss boten eine spektakuläre Kulisse für ein abwechslungsreiches Feuerwerk, das viele Besucher anzog. Aus Gründen der Sicherheit ist dies nicht mehr möglich. Nachdem ein Besucher des Rheindeiches trotz der Absperrungsmauer Anfang dieses Jahres in den Rhein gestürzt war, werden die Sicherheitsauflagen besonders streng beachtet.

Die zuständige Krefelder Hafenverwaltung weigert sich, die Kosten einer Verkehrssicherungspflicht zu übernehmen. Da die derzeitige innerstädtische Lösung nur als die zweitbeste empfunden wird, schlug Bezirksvorsteher Jürgen Hengst (SPD) vor, die Verwaltung möge zur nächsten Sitzung der Uerdinger Bezirksvertretung auflisten, welche Hemmnisse schließlich bestünden, die Kirmes in der traditionellen Form stattfinden zu lassen, und Wege benennen, diese zu überwinden.

(oes)
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