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Krefeld
Arbeitsagentur bietet 4357 offene Stellen an - das ist eine Rekordzahl

Krefeld. Die Zahl der Arbeitslosen in Krefeld war im März so hoch wie im Februar: Statt 12.761 waren 12.759 Männer und Frauen registriert. Daraus errechnet sich eine Arbeitslosenquote von 10,9 Prozent - deutlich höher als die im Kreis Viersen mit sieben Prozent. Der Kreis Viersen zählt wie die Stadt Krefeld zum Arbeitsagenturbezirk Krefeld. Von Norbert Stirken

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Quote in der Stadt Krefeld um 0,5 Prozent auf 11,4 Prozent gesunken. 55 Prozent der Betroffenen sind Männer, 47,3 Prozent Langzeitarbeitslose, 6,8 Prozent Schwerbehinderte und 23,6 Prozent Ausländer. Jeder zweite - genau 53 Prozent - der Arbeitslosen ist älter als 50 Jahre.

Insgesamt sind in der Stadt Krefeld 21.081 Männer und Frauen arbeitssuchend gemeldet. In der Zahl enthalten sind diejenigen, die nicht mehr im Leistungsbezug der Arbeitslosenversicherung sind - also kein Arbeitslosengeld mehr bekommen. Die Klientel bekommt Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch (umgangssprachlich Hartz IV). "Die leicht verhaltene Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt zeigt nicht die bekannte Frühjahrsbelebung. Dies liegt an einem milden Winter, in dem die Arbeitslosigkeit saisonuntypisch erst gar nicht groß angestiegen ist und an der vorgezogenen Belebung bereits im Februar. Wichtig ist der Vergleich zum Vorjahr, hier ist eine klare Reduzierung der Arbeitslosenzahl zu verzeichnen", kommentiert Dirk Strangfeld, Leiter der Agentur für Arbeit Krefeld, die aktuelle Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt.

Der Zugang an sozialversicherungspflichtigen Arbeitsstellen hat sich im März dieses Jahres ausgehend von einem sehr hohen Ausgangsniveau negativ entwickelt. Mit einem Zugang von 972 Stellen lag die Zahl um 187 Stellen unter dem Vormonat (und um 100 unter dem Ergebnis von März 2015). Der Stellenbestand bewegt sich mit 4357 Stellen insgesamt weiter auf Rekordniveau. "Die konstant hohe Kräftenachfrage unterstreicht den nachhaltigen Bedarf an Fachkräften, so Strangfeld auf die Halbjahresbilanz zum Ausbildungsmarkt über und ermuntert die Arbeitgeber, sich noch stärker an Ausbildung zu beteiligen.

"Die Lage auf dem Ausbildungsmarkt ist weiterhin nicht optimal, auch wenn sich bei einer etwas geringeren Zahl an Bewerberinnen und Bewerbern und einem erfreulichen Zuwachs bei der Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen die rechnerische Relation zwischen Nachfrage und Angebot etwas verbessert hat. Aber bei einem Angebot von 71 Ausbildungsstellen für 100 Bewerberinnen und Bewerber (in Krefeld 79 zu 100, im Kreis Viersen 63 zu 100) hoffe ich, dass sich bis Ende September doch noch einiges tut", erklärt Strangfeld. Die Bewerberinnen und Bewerber sollten aber auch nicht nur nach einem Beruf schauen, sondern auch die Alternativen checken. In der Region habe man die Auswahl aus etwa 170 verschiedenen Ausbildungsberufen, fasst Strangfeld das bisherige Ergebnis zusammen.

Quelle: RP
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