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Krefeld
Arbeitsmarkt in Krefeld ist weiter im Aufschwung

Krefeld. Die Arbeitslosenquote in der Stadt sank im vergangenen Monat Mai um 0,2 Prozentpunkte auf jetzt 10,5 Prozent. Von Joachim Niessen

Beim Blick auf die jüngsten Arbeitsmarktzahlen in der Region zeigte sich Dirk Strangfeld, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Krefeld, gestern zufrieden: "Im Mai erleben wir oft den Höhepunkt des Frühjahrsaufschwungs. Dies ist auch in diesem Jahr festzustellen", so Strangfeld. Eine weiter rückläufige Entwicklung der Arbeitslosigkeit und eine Nachfrage auf hohem Niveau prägen aktuell das Bild.

Insgesamt waren in Krefeld und im Kreis Viersen 22.798 Männer und Frauen arbeitslos; 1,2 Prozent oder 266 Menschen weniger als im April und 2,4 Prozent oder 557 Personen weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote im Bezirk der Agentur für Arbeit ging um 0,1 Prozentpunkte auf jetzt 8,2 Prozent zurück. Aktuell werden 7.319 Arbeitslose von der Arbeitsagentur betreut, 170 Männer und Frauen oder 2,3 Prozent weniger als im Monat zuvor. Die Zahl der Arbeitslosen, die in den Jobcentern von Stadt und Kreis in der Grundsicherung gemeldet waren, ist gegenüber April ebenfalls gesunken - um 96 Personen oder 0,6 Prozent auf jetzt 15.479.

Die Zahl der Arbeitslosen ist keine statische Größe. So konnten im Laufe des Monats 4491 Männer und Frauen ihre Arbeitslosigkeit beenden, jedoch mussten sich 4213 auch (wieder) arbeitslos melden.

Im Mai entwickelte sich der Arbeitsmarkt günstig. In der Stadt Krefeld sank die Arbeitslosenquote um 0,2 Prozentpunkte im Vergleich zum Vormonat. Damit liegt die Quote in der Stadt Krefeld nun bei 10,5 Prozent, im Kreis Viersen bei 6,5 Prozent.

Die Kräftenachfrage bewegt sich weiter auf einem hohen Niveau. Im Mai wurden in der gesamten Region 1185 neue sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet, 7,3 Prozent mehr vor einem Jahr. Aktuell stehen 4707 sozialversicherungspflichtige Stellen zur Besetzung zur Verfügung.

"Das hohe Niveau der neu gemeldeten Stellen und im Stellenbestand stimmt mich optimistisch, dass der Arbeitsmarkt in unserer Region auch in den nächsten Monaten stabil ist", so Strangfeld zur Nachfrageseite des Marktes. Gesucht werden weiterhin Fachkräfte, unter anderem im Transportwesen. Darüber hinaus hält die Nachfrage nach Fachkräften in den Verkaufsberufen sowie in den Gesundheitsberufen weiter an. "Im Gegensatz zum Arbeitsmarkt zeigt der Ausbildungsmarkt leider weiterhin eine Schräglage zwischen den gemeldeten Stellen und den jungen Menschen, die einen Ausbildungsplatz suchen", erklärt der Vorsitzende der Geschäftsführung. "Eine geringere Anzahl an Ausbildungssuchenden, bedingt durch niedrigere Schulentlasszahlen, ergibt bei einem gleichzeitigen Rückgang bei den gemeldeten Ausbildungsstellen weiterhin eine ungünstige Bewerber-Stellen-Relation. Für Arbeitgeber, wie auch für die Jugendlichen, gilt es dadurch umso mehr, alle Möglichkeiten auf dem Markt ins Auge zu fassen." Im Mai waren 3549 Ausbildungsstellenbewerber bei der Agentur gemeldet, 119 (-3,2 Prozent) weniger als im Mai 2016. Dem gegenüber steht ein Angebot von 2473 (-85 bzw. -3,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) Ausbildungsplätzen. Die Relation von Ausbildungsbewerbern zu angebotenen Ausbildungsstellen hat sich im Vergleich zum vergangenen Jahr nicht geändert (100 Jugendliche kommen auf 70 Ausbildungsstellen). Fakt ist: Noch immer steht auch rechnerisch nicht für jede Bewerberin und jeden Bewerber ein Ausbildungsstellenangebot zur Verfügung.

Die Unternehmen bittet Strangfeld, freie oder zusätzliche Ausbildungsstellen dem Arbeitsgeberservice der Agentur für Arbeit zu melden. Betriebe erreichen den Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit entweder unter der kostenfreien Servicenummer 0800 4 5555 20 oder direkt über den persönlichen Ansprechpartner.

Quelle: RP
 
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