| 17.29 Uhr

Reaktion der Türkei auf Armenien-Resolution
Türkische Union Krefeld nennt Drohungen "niederträchtig"

Armenien-Resolution: Türkische Union Krefeld nennt Drohungen "niederträchtig"
"In diesen Zeiten brauchen wir Besonnenheit", sagt Mesut Akdeniz, Vorsitzender der Türkischen Union.
Krefeld. Die "Union der Türkischen und Islamischen Vereine in Krefeld und Umgebung", genannt Türkische Union, verurteilt die Drohungen gegenüber Bundestagsabgeordneten und begründet diese Kritik vor allem religiös, vermeidet aber direkte Kritik am türkischen Präsidenten Erdogan.

Ihm wird vorgeworfen, mit seiner maßlosen Kritik an der Armenien-Resolution des Bundestages, wonach der Massenmord an Armeniern als Völkermord zu werten sei, die heftigen Reaktionen von hier lebenden Türken provoziert zu haben.

Auf die Frage, wie die Türkische Union zu Drohungen und Mordaufrufen gegen türkischstämmige Abgeordnete steht, antwortete Mesut Akdeniz, Vorsitzender der Union: "Die Antwort ist ganz klar: Die Bedrohungen und Beschimpfung eines Menschen ist niederträchtig und entschieden zu verurteilen. Auch wenn die Meinung über den Inhalt der Armenien-Resolution nicht geteilt wird, darf nicht zugelassen werden, dass Meinungsverschiedenheiten zu Hass führen, der verblendet und die Grenzen des strafbaren Handels überschreitet." Der Islam sei die Religion des Friedens, der Vergebung und des guten Charakters. "Ich mahne alle, sich daran zu erinnern - vor allem in diesem heiligen Monat, dem Ramadan."

Auf die Frage, wie die Union die Aussage von Erdogan beurteilt, das Blut von türkischstämmigen Befürworten der Armenien-Resolution sei verdorben, lautet die Antwort: "In diesen Zeiten brauchen wir Besonnenheit. Ich hoffe dass sich die Spannung zwischen der deutschen und türkischen Staatsspitze legt. Deutschland und Türkei verbindet viel - diese Freundschaft und Beziehung muss weiter gestärkt werden."

(vo)
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