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Krefeld
Auch im Urlaub an Kondome denken

Der Sommer ist da und der Strandurlaub lockt. Die Lust auf Luft, Liebe und Vergnügen wird bei vielen Menschen im Urlaub größer, nicht selten fallen dort nicht nur die Hemmungen, sondern auch die Hüllen. Krefelds Aids-Koordinatorin Harriet Fischer erinnert deswegen daran, im Eifer des Gefechts an ein schützendes Kondom beim Geschlechtsverkehr zu denken. "Nur so kann man sicher sein, dass aus einem kleinen Urlaubsflirt kein Horrortrip wird", so Fischer. Das Kondom gehöre auf jeden Fall in die Reisetasche.

Die Aids-Beratung der Stadt Krefeld, seit 29 Jahren ein Teil des Fachbereichs Gesundheit, wird häufig - zu häufig - nach den Sommerferien kontaktiert. Dazu gehören unter anderem Fragen, ob man sich möglicherweise mit HIV und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten infiziert haben könnte. Vielen ist nicht klar, dass der HIV-Antikörpertest frühestens drei Monate nach der letzten Risikosituation durchgeführt werden kann. Und man so mitunter eine mitgebrachte Infizierung durch weiteren, offenen Umgang mit seiner Sexualität an Daheimgebliebene weitergeben könnte. Wahrlich kein schönes Urlaubs-Souvenir, das sich eben nur mit einem Kondom verhindern lässt.

Rund 85.000 HIV-Positive leben in Deutschland, schätzte das Robert-Koch-Institut (RKI) Ende 2015 - Tendenz leicht steigend, 3200 kommen jährlich hinzu. Allerdings, so das RKI, lassen sich nur 50.000 behandeln, der Rest weiß zumeist noch gar nichts von seiner Infektion und stellt unbewusst ein großes Risiko dar.

Die Aids-Koordinatorin Fischer berät niederschwellig zum Thema HIV/Aids und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten. Die Expertin bietet auch den anonymen und kostenlosen HIV-Antikörpertest an. Beratungszeiten sind montags und mittwochs von 8.30 bis 12 Uhr sowie montags von 14 bis 15.30 Uhr. Kontakt per Telefon: 02151 863524 oder E-Mail: harriet.fischer@krefeld.de.

(jon)
 
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