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Straßenstrich in Krefeld
Auch künftig kein Sperrbezirk am Castellweg

Straßenstrich in Krefeld: Auch künftig kein Sperrbezirk am Castellweg
Das Prostitutions-Tagebuch.
Krefeld. Der Bereich Fegeteschstraße und Castellweg wird auch künftig kein Sperrbezirk werden. Ein entsprechender Antrag der UWG-Ratsgruppe fand in der jüngsten Sitzung des Verwaltungsausschusses keine Mehrheit.

Die Politiker beauftragten stattdessen die Verwaltung, zu prüfen, ob ein zeitliches Prostitutionsverbot zwischen sechs und 22 Uhr verhängt werden kann.

Über Wochen hatte der Kommunale Ordnungsdienst das Gebiet in Gellep-Stratum kontrolliert, in neun Fällen wurde keine, in zwölf Fällen eine Prostituierte angetroffen. In einem Fall, am 3. Februar, standen zwei Damen an der Straße. "Die Verwaltung konnte dort keine Gefährdung des Jugendwohls feststellen", so Georg Lieser, Leiter des Fachbereichs Ordnung. "Das haben wir auch der Bezirksregierung mitgeteilt."

Eine besorgte Anwohnerin hatte sich an die Düsseldorfer Behörde gewandt und ein "Tagebuch Prostitution" zugeschickt. Dezernent Ulrich Cyprian zeigt für die Sorgen, Ängste und Bedenken der Anwohner Verständnis: "Das kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Ergebnisse weder der Überwachung in der näheren und weiteren Vergangenheit noch die der aufwendigen Kontrollen Art und Ausmaß der vorliegenden Schilderungen bestätigen."

Neue Ritterstraße: Der Straßenstrich in Krefeld bei Tag FOTO: Bastian Königs
(jon)
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