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Krefeld
Ausländeramt: CDU sieht Meyer in der Pflicht

Krefeld. Die CDU bekräftigt ihre Kritik an Oberbürgermeister Frank Meyer im Zusammenhang mit Missständen im Ausländeramt. Meyers Ausführungen, wonach eine Arbeitsgruppe bis zum Sommer Reformvorschläge für das Ausländeramt erarbeiten soll, bezeichnet CDU-Ratsfrau Simone Roemer als "dürftig" und "sehr unbefriedigend". Meyer hätte die Personalknappheit dort längst abstellen können. Hintergrund: Ausländer hatten vor dem Rathaus protestiert, nachdem sie trotz Übernachtung vor dem Amt nicht vorgelassen wurden.

Roemer wies auch die Kritik von SPD-Fraktionschef Benedikt Winzen zurück, der die Probleme im Ausländeramt auf Versäumnisse unter dem früheren Oberbürgermeister Gregor Kathstede zurückgeführt hatte. Meyer sei jetzt fast ein halbes Jahr im Amt, so Roemer, "da darf man schon erwarten, dass einer, der angetreten ist, Krefeld besser machen zu wollen, es auch besser macht, anstatt sich auf Hinterlassenschaften zu berufen". Der neue Oberbürgermeister hätte das Ausländeramt längst personell, räumlich und organisatorisch so ausstatten können, dass es seinen Aufgaben gerecht werden könne. Dass man auch beim Personal schnell handeln könne, zeige die "wundersame Personalvermehrung im Büro des Oberbürgermeisters und in der Stabsstelle des Flüchtlingskoordinators".

Zugleich bot Roemer der Verwaltung "konstruktive Zusammenarbeit" an. Die CDU werde sich nicht wie die SPD früher auf "Fundamentalopposition" beschränken.

(vo)
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