| 00.00 Uhr

Krefeld
Ausländeramt: Meyer wehrt sich gegen Kritik

Krefeld. Oberbürgermeister Frank Meyer (SPD) hat sich, unterstützt von SPD-Fraktionschef Benedikt Winzen, gegen Kritik von CDU-Ratsfrau Simone Roemer gewehrt, es herrsche Missmanagement in der Ausländerbehörde. "Ich wundere mich doch sehr über die Frage von Ratsfrau Römer, wo denn die Willkommenskultur in der Ausländerbehörde bleibt", sagte Meyer gestern. Er verwies auf die Gründung einer Projektgruppe zur Organisationsstruktur des Ausländeramtes und kündigte Ergebnisse bis zum Sommer an.

Auch empfiehlt der Oberbürgermeister Roemer eine bessere Abstimmung mit ihrer Fraktion und verweist auf ein Schreiben der CDU-Fraktion vom 29. März, in dem die Vize-Vorsitzende der Fraktion, Britta Oellers, angeboten habe, sich "konstruktiv in den Diskussionsprozess über den Wandel der Ausländerbehörde einzubringen". Meyer: "Das Angebot der CDU nehme ich gerne auf und lade Ratsfrau Roemer ein, sich zu beteiligen."

Hintergrund: Krankheits- und urlaubsbedingt herrscht zurzeit im Ausländeramt so großer Personalmangel, dass nur ein Bruchteil der anstehenden Vorgänge bearbeitet wird. Empörte Ausländer, die die Nacht vor dem Amt gewartet hatten und dann doch nicht berücksichtigt wurden, haben deshalb vor dem Rathaus protestiert. Die Verwaltung hat Abhilfe zugesagt (wir berichteten).

SPD-Fraktionschef Winzen sagte über den Bearbeitungsstau, zur Wahrheit gehöre, dass Meyer die Zustände von seinem Vorgänger Gregor Kathstede (CDU) so übergeben bekommen habe. Wenn Roemer sich nun hinstelle und sage, Meyer sei schuld, dann sei dies ein plumper Versuch, von den eignen Hinterlassenschaften abzulenken.

(vo)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Krefeld: Ausländeramt: Meyer wehrt sich gegen Kritik


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.