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Krefeld
Autofahrer ignorieren Durchfahrtsverbot

Krefeld: Autofahrer ignorieren Durchfahrtsverbot
Martina Dennisen ist verärgert: "Ein schöner Spaziergang durch die Felder wäre hier möglich, wenn nicht ständig Autofahrer diese Straße, die ja sowieso eher ein asphaltierter Weg ist, als Durchgangsstraße nutzen würden." FOTO: Puvogel
Krefeld. Dabei ist die Verkehrsregelung für den Kütterweg zwischen Dohmenstraße und Willicher Straße eigentlich eindeutig. Von Carola Puvogel

Die Verkehrsregelung für den Kütterweg zwischen Dohmenstraße und Willicher Straße ist eindeutig: Durchfahrt verboten, außer für Anlieger. Doch das ist vielen Autofahrern egal. Denn die Straße ist eine große Abkürzung, die gerne genutzt wird.

Darüber ärgert sich Martina Dennisen, die hier jeden Tag mit ihren zwei Kindern und dem Familienhund spazieren geht. "Ein schöner Spaziergang durch die Felder wäre hier möglich, wenn nicht ständig Autofahrer diese Straße, die ja sowieso eher ein asphaltierter Weg ist, als Durchgangsstraße nutzen würden." Besonders wütend ist die junge Mutter darüber, dass viele Autofahrer obendrein auch noch sehr rücksichtslos seien und viel zu schnell fahren würden. "Das ist schon wahnsinnig gefährlich. Gerade am Nachmittag kommen die Autos dicht getaktet aus beiden Richtungen. Ich weiß manchmal gar nicht, wie ich es schaffen soll, Kind auf Fahrrad, Hund und den Kinderwagen in Sicherheit zu bringen. Man muss manchmal richtig zur Seite springen." Einen Fußweg gibt es auf der schmalen Straße nicht, die Böschung ist über weite Strecken durch landwirtschaftliche Fahrzeuge zerfurcht und matschig. "Wer die Verkehrsschilder ernst nehmen würde, könnte erkennen, dass dieser Weg für Pkw und Motorrad verboten ist und nur die Anlieger vom Pferdehof den Weg nutzen dürfen", sagt Dennisen. Kontrollen hat sie dort noch nie gesehen. "Aber ich kenne viele Autos und Nummernschilder, die hier regelmäßig fahren", sagt sie. Das rund 550 Meter lange Teilstück des Kütterwegs kürzt die Strecke von Fischeln Richtung Willich stark ab. Wer sich an die Verkehrsregeln hält, muss über die Dohmenstraße, über die Saassenstraße und zurück über die Willicher Straße mehr als zwei Kilometer Umweg fahren.

"Hier könnten die mal ordentlich Geld verdienen", sagt ein anderer Spaziergänger, der seinen Hund ausführt, und meint natürlich das Ordnungsamt oder die Polizei. Auch er beobachtet die nicht erlaubten Fahrten jeden Tag. "Was mich ärgert, sind die Rüpel, die hier mit hoher Geschwindigkeit durchbrettern", meint er. "Die sind total bekloppt, die bremsen nicht mal."

Martina Dennisen will sich nun auch an die Bezirksvertretung Fischeln wenden. "Hier sind zwei Wohngebiete, wo so viele Familien mit Kindern leben. Es wäre wirklich schön, wenn man hier einfach in Ruhe durch die Felder spazieren könnte."

Quelle: RP
 
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