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Krefeld
Barbaros Sayilir kämpft in Rio um paralympische Medaille

Krefeld. Der 27-jährige Uerdinger startet heute mit seiner Sitzvolleyball-Mannschaft nach Südamerika.

Er hat es geschafft: Barbaros Sayilir hat sich zusammen mit seiner Sitzvolleyball-Mannschaft für die Paralympics in Rio de Janeiro qualifiziert. Am heutigen Freitag wird der 27-Jährige zusammen mit seinen 15 Mannschaftskollegen und Teambetreuern um Trainer Rudi Sonnenbichler die Reise nach Südamerika antreten. Der Mitarbeiter der Currenta-Personalgewinnung in Uerdingen rechnet sich gute Chancen aus. 2012 waren er und sein Team bereits "als Außenseiter" nach London gefahren und mit Bronze zurückgekehrt. "Wir haben uns in den vergangenen Wochen intensiv auf diese Spiele vorbereitet und hoffen nun, dass es dieses Mal für mehr reicht", sagt Sayilir.

Seit Anfang des Jahres bereitet sich der Personaler mit seiner Mannschaft und Betreuern auf Rio vor. Alle vier Wochen standen Lehrgänge und Trainingsspiele auf dem Programm. Sayilir legte in den vergangenen Monaten durch seinen Sport weite Strecken auf dem Globus zurück. Seit Mai gab es Spiele und Trainingslager in Bosnien und Herzegowina oder dem Iran, aber auch in Stuttgart und Leverkusen. "Durch die vielen Trainingslager konnten wir unsere Spielpraxis noch weiter ausbauen. Dem Mannschaftsgeist haben die vielen gemeinsamen Wochenenden ganz sicher nicht geschadet. Ganz im Gegenteil. Wir sind ein Spitzen-Team und freuen uns sehr auf die bevorstehende Herausforderung", sagt Sayilir. Den Grundstein für die Qualifikation der Paralympics legte der Sportler bei der Europameisterschaft in Warendorf im vergangenen Jahr. Es folgte der Intercontinental Cup in China. Dort wurden wichtige Punkte für die Gruppenzugehörigkeit in Rio erspielt. Der Sarajevo-Cup in Bosnien und Herzegowina und das Juni-Trainingslager im Iran sorgten schließlich für zusätzliche Sicherheit.

Sayilir, der bei Currenta unter anderem für die interne Stellenbörse und ein Studenten-Bindungsprogramm zuständig ist, freut sich besonders auf den Beginn der Paralympics: "Wir wurden bereits komplett ausgestattet und werden nun am kommenden Mittwoch als Mannschaft zusammen mit den restlichen deutschen und internationalen Athleten in das Maracanã-Stadion einlaufen. Dieser Moment ist für jeden Sportler etwas ganz Besonderes." Auch auf die gemeinsame Zeit mit rund 4500 anderen Sportlern im olympischen Dorf blickt der Volleyballer voller Vorfreude. "Diese Zeit werde ich genießen. Auch wenn wir direkt zu Beginn noch einmal sechs Trainingstage absolvieren werden, so gibt es zwischendurch sicherlich die Gelegenheit, neue Leute kennenzulernen und den Geist der Paralympics in sich aufzunehmen."

Quelle: RP
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