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Krefeld
Bauer gesucht: Wer will solidarisch landwirtschaften?

Krefeld. Die Idee der Solidarischen Landwirtschaft ist einfach: Menschen schließen sich zusammen, um gemeinsam Landwirtschaft zu finanzieren. Sie erklären sich jeweils für ein Wirtschaftsjahr bereit, sämtliche Kosten des Hofes zu tragen. Der Landwirt weiß, dass sein Betrieb für ein Jahr gesichert ist und kann sich ganz auf seine eigentliche Arbeit konzentrieren. Die Verbraucher erhalten im Gegenzug alle Erzeugnisse, tragen aber auch Risiken wie das einer geringeren Ernte. Das Prinzip funktioniert in einigen Städten wie Mönchengladbach oder Gelsenkirchen bereits gut. Eine Initiative von Krefeldern hat nun eine solche Interessensgemeinschaft gegründet. Organisator Michael Adams: "Wir möchten in Krefeld und Umgebung das Konzept der Solidarischen Landwirtschaft verwirklichen. Dazu suchen wir noch weitere Mitglieder sowie einen Hof, der mit uns kooperieren möchte oder Land zur Bewirtschaftung." Am heutigen Freitag beginnt um 19.30 Uhr im Therapeutikum Krefeld an der Uerdinger Straße 110 ein Info-Abend für Interessenten. Weitere Termine sind am 22. September und 24. November.

Mitmachen kann jeder. Das Besondere an der Initiative ist, dass hier jeder Teil einer Wirtschaftsgemeinschaft wird, deren Produkte fernab des regulären Marktes laufen. Solidarität statt Anonymität. "Der persönliche Bezug macht die gegenseitige Verantwortung bewusst. Wie weit das Miteinander geht, hängt von den Beteiligten ab. Grundsätzlich hat jeder die Möglichkeit, seine ganz individuellen Ideen und Fähigkeiten einzubringen", so Adams.

https://solawi-krefeld.de/

(am)
 
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