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Frost verbessert die Struktur durch die "Bodengare"
Bauern erleichtert über Kälte: "Das tut den Böden gut"

Bauern erleichtert über Kälte: "Das tut den Böden gut"
FOTO: dpa, msc htf
Krefeld. Die Bauern der Region atmen auf: Die Kälte bekommt den Böden. "Uns Landwirte freut es, denn das Wetter kommt unseren Kulturen und Böden zugute", erklärt Paul-Christian Küskens von der Kreisbauernschaft Krefeld-Viersen. "Die niedrigen Temperaturen wirken sich positiv auf die Bodenstruktur aus." In frostigen Nächten entstehe die sogenannte Bodengare.

Dabei gefriert das Wasser im Boden und dehnt sich aus. Erdklumpen werden dadurch zerkrümelt, der Boden gelockert. "So bekommen wir perfekte Bedingungen für die Frühjahrsarbeiten und die Aussaat von Rüben oder Kartoffeln", so Küskens. Der Winterweizen hätte kein Problem mit der Kälte, im Gegenteil: Er benötige Kältereize, um aus seiner Vegetationsruhe zu erwachen. "Man nennt das Vernalisation. Durch die Kälte wird das Wachstum der Pflanzen angeregt." Schaden durch die Kälte würden höchstens Schädlinge wie Läuse oder Mücken nehmen. Wichtig sei es nun, dass es nicht zu viel Regen gäbe, damit die Böden weiterhin befahrbar bleiben und es bald losgehen kann mit Mais, Rüben und Frühkartoffeln.

Im Januar hatten die Bauern mit Sorge den bis dahin feuchten, warmen Winter registriert. Hätten sie die feuchten Böden maschinell auflockern müssen, hätten man mehr kaputtgemacht als Gutes für die Pflanzen bewirkt, hatte Küskens seinerzeit gesagt. Auch moderne Trecker mit sehr breiten Reifen würden nassen Boden zu stark verdichten. "Auf den Reifenspuren wäre der Ertrag deutlich geringer; und das wären etliche Quadratmeter pro Feld", so Küskens seinerzeit.

(vo)
 
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