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Krefeld
Baugenehmigungen: Krefeld unter den letzten drei Städten

Krefeld. Landesamt für Datenverarbeitung legt die aktuellen Zahlen zur Entwicklung der Baugenehmigungen vor. Von Norbert Stirken

Krefeld fällt total aus dem Rahmen: In fast allen Städten Nordrhein-Westfalens wird gebaut, als gäbe es kein Morgen. Die niedrigen Zinsen für Darlehen und der rasant wachsende Bedarf an Wohnungen für Flüchtlinge und Klientel, die Barrierefreiheit wünschen, sorgen für einen deutlichen Anstieg der Baugenehmigungen. Im Landesdurchschnitt stieg die Zahl der Baugenehmigungen in den ersten sechs Monaten dieses Jahres im Vergleich zu 2015 in allen Sparten zwischen 8,2 Prozent bei Einfamilienhäusern bis 99,6 Prozent für Wohnungen, die durch Um- und Ausbau vorhandenen Immobilien entstehen.

In Krefeld sank die Zahl der Genehmigungen zur Errichtung neuer Wohngebäude insgesamt um 40,7 Prozent. Für die Einfamilienhäuser steht ein Minus von 43,9 Prozent, für Zweifamilienhäuser ein Minus von 50 Prozent und für Mehrfamilienhäuser ein Minus von 22,2 Prozent zu Buche. Die Stadtverwaltung hat nach Angaben des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik (IT.NRW) im ersten Halbjahr 2016 genau 32 Baugenehmigungen für Neubauten erteilt. Wie IT.NRW gestern mitteilte, gelten die Bewilligungen für 81 neue Wohnungen (minus 40,9 Prozent) - 54 davon in Mehrfamilienhäusern (minus 38,6 Prozent). Hinzu kommen sieben neue Wohnungen im Bestand (minus 30 Prozent). Inklusive Sonderfall sind das erteilte Baugenehmigungen für 89 Wohnungen (minus 39,5 Prozent) für die Stadt Krefeld. Während Krefeld immer wieder von einem Überschwappeffekt aus Düsseldorf spricht, baut die Landeshauptstadt unverdrossen weiter.

Die landesweit höchsten Zuwachsraten bei den Baugenehmigungen ermittelten die Statistiker von Januar bis Juni 2016 für die Städte Mülheim an der Ruhr (385 Wohnungen; plus 250 Prozent), Düsseldorf (1893 Wohnungen; plus 211,9 Prozent) und Herne (69 Wohnungen; plus 200 Prozent). Nur in drei Kreisen und fünf kreisfreien Städten war die Zahl der Baugenehmigungen niedriger als im ersten Halbjahr 2015 - darunter befindet sich auch die Stadt Krefeld.

Im ersten Halbjahr 2016 gaben die nordrhein-westfälischen Bauämter mit 31.413 so viele Wohnungen zum Bau frei wie seit 2000 nicht mehr. Wie das statistische Landesamt mitteilt, waren das 9232 Wohnungen beziehungsweise 41,6 Prozent mehr als von Januar bis Juni 2015 (damals: 22.181 Wohnungen). Mit 27.202 war die Zahl der genehmigten Wohnungen in neuen Wohngebäuden um 35,5 Prozent höher als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

4211 (plus 99,6 Prozent) Wohnungen sollen durch Baumaßnahmen an bestehenden Wohn- und Nichtwohngebäuden (zum Beispiel Ausbau von Dachgeschossen) entstehen. In neuen Nichtwohngebäuden (gemischt genutzte Gebäude, die überwiegend nicht Wohnzwecken dienen) sind weitere 405 Wohnungen (plus 105,6 Prozent) geplant.

Quelle: RP
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