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Krefeld
Beamte: Jeder Dritte geht vorzeitig in Pension

Krefeld. In den zurückliegenden elf Jahren sind in Krefeld 1137 Landesbeamte in den Ruhestand gegangen. Wie das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik gestern mitteilte, waren es 2016 genau 120 Männer und Frauen. Von Norbert Stirken

Nur jeder dritte in Krefeld pensionierte Landesbeamte hat im vergangenen Jahr die Regelaltersgrenze erreicht. Das teilte das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik (IT.NRW) gestern mit. 120 Männer und Frauen im Beamtenverhältnis beim Land wechselten 2016 in Krefeld in den Ruhestand. Das waren 25 Prozent weniger als im Vorjahr. Zehn davon mussten den Dienst wegen Dienstunfähigkeit quittieren - darunter fünf Lehrkräfte. Insgesamt gingen 80 Pädagogen in Pension. Außer Lehrern beinhaltet die Statistik Angaben über Polizisten, Richter und Justizbedienstete. 80 der 120 Personen gingen vorzeitig in Pension. In Nordrhein-Westfalen gesamt waren es sogar 77 Prozent, die vor Erreichen der Regelaltersgrenze in den Ruhestand gingen. In den zurückliegenden elf Jahren schieden in Krefeld 1137 Männer und Frauen aus dem Landesbeamtenverhältnis aus.

Im Jahr 2016 wechselten 9900 vormals im Dienst des Landes Nordrhein-Westfalen stehende Personen im Beamtenstatus und Richteramt in den Ruhestand. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als amtliche Statistikstelle des Landes mitteilt, waren das 9,5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Nahezu ein Viertel (23,0 Prozent) der 2016 in den Ruhestand gewechselten Beamten und Richter schied mit Erreichen der Regelaltersgrenze aus dem aktiven Erwerbsleben aus. 13,7 Prozent wurden auf eigenen Antrag aufgrund einer Schwerbehinderung (Mindestaltersgrenze: 60 Jahre) und 11,0 Prozent wegen Dienstunfähigkeit pensioniert. 43,1 Prozent der neu pensionierten Personen wurden auf eigenen Antrag nach dem 63. Lebensjahr (jedoch vor Erreichen der Regelaltersgrenze) und 9,0 Prozent aufgrund der z. B. im Polizei- und Justizvollzugsdienst geltenden besonderen Altersgrenze in den Ruhestand versetzt. Mit 68,3 Prozent bildeten die 6800 Lehrkräfte in NRW die größte Gruppe der 2016 neu hinzugekommenen Ruhegehaltsempfänger. 54,8 Prozent der vormals verbeamteten Lehrkräfte wechselten auf eigenen Antrag mit dem 63. Lebensjahr in den Ruhestand. 23 Prozent der pensionierten Lehrkräfte schieden mit Erreichen der Regelaltersgrenze aus dem Dienst aus. Von den im vergangenen Jahr pensionierten Lehrkräften schieden 12,7 Prozent auf eigenen Antrag wegen einer Schwerbehinderung und 9,5 Prozent vorzeitig wegen Dienstunfähigkeit aus.

Die Zahl der Ruhegehaltsempfänger in Nordrhein-Westfalen erhöhte sich zum 31. Dezember 2016 auf 160. 000. Außerdem erhielten 35.100 Personen Witwengeld und 2600 Waisengeld. Die Statistiker weisen darauf hin, dass zur Sicherstellung der Geheimhaltung seit dem Jahr 2014 jeder Wert auf ein Vielfaches von fünf auf- oder abgerundet wird. Dieses Rundungsverfahren führt zu einem geringen Informationsverlust.

Quelle: RP
 
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