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Krefeld
Bedeutender Preis für Krefelder Naturschutzbund

Krefeld. Der Nabu Krefeld/Viersen wurde in der Zeche Zollverein mit der Lina-Hähnle-Medaille ausgezeichnet.

Dem Naturschutzbund Krefeld-Viersen wurde eine bedeutende Ehrung zuteil: Bei einem Festakt auf der Zeche Zollverein in Essen nahm der Vorsitzende Reiner Rosendahl die Lina-Hähnle-Medaille entgegen.

Der Preis ist nach der 1851 geborenen und 90 Jahre später gestorbenen "deutschen Mutter des Vogelschutzes" benannt. Unter anderem hat der ehemalige Umweltpolitiker und brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck die Auszeichnung erhalten.

Der Bezirksverband Krefeld/Viersen, der in diesem Jahr sein 40-jähriges Bestehen feiert, ist mit mehr als 6800 Mitgliedern der größte Nabu-Verband in Nordrhein-Westfalen. Er umfasst zehn Ortsgruppen in Krefeld, Brüggen, Grefrath, Kempen, Nettetal, Niederkrüchten, Schwalmtal, Tönisvorst Viersen und Willich. "Schwerpunkt unserer Arbeit ist der Schutz und die Pflege der heimischen Tiere und Pflanzen, von denen viele auf der Roten Liste der gefährdeten Arten stehen. Durch unsere gezielten Renaturierungsmaßnahmen auf ausgewählten Flächen ist es uns gelungen, viele vertriebene Arten wie Weißstorch, Fledermäuse und Teichrohrsänger in unserer Gegend wieder anzusiedeln. Aber auch den Niederrhein prägende Kulturpflanzen wie Kopfweiden und -buchen oder Streuobstwiesen werden von uns regelmäßig gepflegt, um kulturhistorische Nutzungsformen zu bewahren", berichtet Vorsitzender Reiner Rosendahl. Der Naturschutzbund pflegt nicht nur seine inzwischen über 50 erworbenen, kleineren Naturschutzparzellen, sondern auch öffentliche Flächen wie den Naturschutzgraben am Hülser Berg oder das Latumer Bruch in Linn und Latum, in dem rund 150 gefährdete Pflanzen und Tiere eine Heimat gefunden haben.

Ein Vorzeigeprojekt ist der Naturschutzhof in Nettetal unter der Leitung von Wiebke Esmann, wo zahlreiche naturkundliche Führungen und Veranstaltungen für Kinder und Erwachsene stattfinden. Großprojekte des Nabu sind die Entwicklung eines Krefelder Grüngürtels, der Amphibienschutz und die Pflege von alten Buchen. Zur Schaffung eines 40 bis 45 Kilometer langen Grüngürtels in Krefeld sollen bestehende Naherholungsgebiete wie die Niepkuhlen in Traar, der Elfrather See, der Greiffenhorstpark in Linn, das Fischelner Bruch, der Forstwald, Benrader und Kempener Feld und das Hülser Bruch so miteinander verbunden werden, dass sie über breite, befestigte Fahrrad- und Fußwege abseits des Autoverkehrs miteinander vernetzt sind.

(sti)
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