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Krefeld
Begeisterung über ersten Gipfelstürmertag

Krefeld: Begeisterung über ersten Gipfelstürmertag
Blick vom Kran im Fischelner Stadtpark in westliche Richtung auf Stahldorf. Unten liegt die Straße Mühlenfeld, dahinter das Freibad Neptunbad. Rechts liegt die Kleingartenkolonie "Sonnenblick". Dahinter beginnen die Stahldorfer Hochhausbauten, die einst für die Thyssen-Arbeiter errichtet wurden. FOTO: Lammertz, Thomas (lamm)
Krefeld. Beim "Krefelder Perspektivwechsel" konnten Bürger an 14 Stellen aus der Luftperspektive auf die Stadt blicken. Die Veranstaltung will motivieren, einen neuen Blick auf Krefeld zu werfen - die Premiere war ein großer Erfolg. Von Marie Huppert

Es war eine Premiere, und sie kann mit Fug und Recht als voller Erfolg gewertet werden. Die Initiative "Krefelder Perspektivwechsel" hat am vergangenen Samstag den ersten "Gipfelstürmertag" veranstaltet. Besucher hatten die Möglichkeit, Krefeld aus luftigen Höhen zu betrachten. Hunderte machten an den einzelnen Stationen mit. "Wir möchten zeigen, wie vielfältig und schön Krefeld ist", erklärte Ulrich Cloos, Leiter des Fachbereichs Marketing und Stadtentwicklung Krefeld. "Dazu reicht meist schon ein einfacher Perspektivwechsel. Viele Straßen und Häuser wirken von unten nicht besonders schön. Von oben betrachtet sind sie oft jedoch richtig toll."

14 Aussichtspunkte konnten auf das Krefelder Stadtgebiet verteilt besichtigt werden. Der höchste und nördlichste Punkt war der Johannesturm auf dem Hülser Berg mit einer Höhe von 63 Metern. Besucher der Liebfrauenkirche wurden nach einem steilen Aufstieg auf 40 Meter mit einem Ausblick über die erstaunlich grüne Krefelder Innenstadt bis über den Rhein zum Düsseldorfer Fernsehturm belohnt. Im Stadtpark Fischeln bot die Firma Schweri eine Fahrt im Krankorb eines Autokrans an - diese Stelle war besonders beliebt.

Blick von der Liebfrauenkirche am Von-Itter-Platz nördlich des Westwalls in südöstliche Richtung. Deutlich zu erkennen ist die Stadtkirche St. Dionysius, im Hintergrund auch die Kirche von St. Johann Baptist. Direkt zu Füßen der Kirche liegen prächtige Gründerzeithäuser. FOTO: Lammertz, Thomas (lamm)

Den ganzen Tag über standen dort die Menschen Schlange. Besonders abenteuerlustige Kinder fanden die Aktion gut. "Ich würde am liebsten noch einmal hoch fahren", sagte Mark Oedinghofen lachend, kaum dass der Elfjährige wieder am Boden war. Auch die Besichtigung des Schlauchturms der Linner Feuerwehr lockte viele junge Besucher.

Zwar bot die Sicht auf Duisburg eher Industriekulisse, doch wer Glück hatte, durfte nach dem Abstieg auch einmal im Feuerwehrauto sitzen. Ein weiteres Angebot bestand darin, an jedem Aussichtspunkt Helium-Luftballons mit einer persönlichen Nachricht steigen zu lassen.

Blick vom Schlauchturm der Feuerwehr in Linn auf das Krefelder Hafengelände sowie die dahinter liegende Industriekulisse von Duisburg. In Linn konnten die Besucher zusätzlich zur Turmbesteigung auch noch in einem Feuerwehrauto Platz nehmen. Die Feuerwehrleute standen als Fahrer bereit. FOTO: Thomas Lammertz

Die Teilnehmer zeigten sich nach den Besteigungen begeistert: "Ich bin geborene Krefelderin, war aber noch nie auf einer Kirche - da kommt man normalerweise ja auch gar nicht rauf", sagt Dorothee Anders. Wie viele andere freut sie sich über die Möglichkeit, mal "was anderes" zu machen.

Auch Cloos meint: "Wir wollten nicht nur möglichst viele Bereiche der Stadt abdecken, sondern auch Orte zugänglich machen, die sonst für die Öffentlichkeit gesperrt sind. Ich war zum Beispiel schon einmal auf dem Bleichpfad-Hochhaus und weiß, dass der Ausblick spektakulär ist." 400 Besuchern gingen das Bleichpfad-Hochhaus hoch. "Wir waren heute Morgen schon auf dem Hochhaus und die Aussicht war einfach toll", sagt Dorothee Anders. Cloos betonte, dass vor allem auch den Firmen und Institutionen ein großes Dankeschön zukomme, die diese Aktion erst ermöglicht hatten.

Daneben ruft die Initiative zu einem weiteren großen Projekt auf. Bis Ende April können alle Bewohner Vorschläge für Projekte einreichen, die sie nicht selbst organisieren wollen oder können. Mit einem Budget von 30.000 Euro wird das Siegerprojekt oder sogar mehrere Projekte realisiert. Der Grundstein für viele erfolgreiche Projekte ist mit dem "Gipfelstürmertag" jedenfalls schon gelegt Auch Dorothee Anders war sich sicher: "Das muss unbedingt wiederholt werden."

Quelle: RP
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