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Rassismus in der Regionalbahn
Ehepaar schlägt Frau und behindertes Kind

Krefeld. In einer Regionalbahn von Duisburg nach Krefeld hat ein älteres Ehepaar eine Frau und ihr hörbehindertes Kind mit rassistischen Äußerungen beleidigt und geschlagen. 

Nach Polizeiangaben weinte das dreijährige, hörbehinderte Kind einer 39-jährigen Krefelderin in der Regionalbahn und ließ sich nicht direkt beruhigen. Die Mutter und ihr Kind fuhren am Dienstag gegen 15 Uhr mit dem Zug. Ein älteres Ehepaar fühlte sich offensichtlich durch das weinende Kleinkind gestört, teilte die Polizei mit. 

Zuerst beleidigten sie die Mutter, die mit einem osteuropäischen Akzent sprach, mit rassistischen Äußerungen. Dann beleidigten sie auch noch das Kind mit menschenverachtenden Worten, sagte die Polizei. Das Ehepaar, die Frau und ihr Kind sowie eine Zeugin stiegen am Hauptbahnhof Krefeld aus. Das Ehepaar wollte weggehen, ohne das Eintreffen der Polizei abzuwarten. Die Mutter versuchte das Pärchen mit dem Handy zu fotografieren.

Um dies zu verhindern, schlug die Frau der Mutter die Handtasche gegen den Arm. Anschließend lief das Ehepaar in Richtung Hansa Zentrum. Laut Zeugenaussage soll dieses Ehepaar öfter mit dem Regionalexpress der Linie 11 von Duisburg nach Krefeld fahren. Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 02151 634-0 entgegen. 

Das ältere Paar wird wie folgt beschrieben: Der Mann  und die Frau sind beide etwa 60 Jahre alt und 1,60 Meter groß. Er hat kurze, graue Haare. Er trug eine Brille und eine auffällige lilafarbene Jacke. Die Frau trug ebenfalls eine Jacke in einem dunklen Lila-Farbton und eine schwarze Handtasche. 

(haka)