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Krefeld
Bewährung trotz Millionen-Schaden

Krefeld. Das Revisionsverfahren wegen Inkasso-Betrugs mit mehr als zwei Millionen Euro Schaden und 22.000 Betrogenen ist dem Abschluss einen Schritt näher gekommen. Der vom Staatsanwalt abgegebene Vorschlag zur Verständigung wurde gestern von allen Beteiligten angenommen.

Damit wurde dem Angeklagten eine Bewährungsstrafe zwischen einem Jahr und zehn Monaten und zwei Jahren zugesichert, wenn er ein glaubhaftes und nachvollziehbares Geständnis ablegt. Aufgrund der hohen Schadenssumme soll er außerdem eine Geldstrafe zwischen 24.000 und 30.000 Euro zahlen.

Der 30-Jährige soll mit Hilfe von Inkassobüros ohne jegliche Grundlage Geld eingetrieben haben. Durch fingierte Forderungen wurden jahrelang ahnungslose Bürger betrogen. Vor dem Landgericht war er wegen der Taten zu vier Jahren Haft verurteilt worden und hatte Revision eingelegt. Nach der Verständigung trug der Verteidiger des Unternehmers gestern eine Erklärung vor, die ein Geständnis beinhaltet. Die Verhandlung geht am 8. Juli weiter.

(BL)
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