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Krefeld
Bienen baut zwei neue Gewerbeparks in Fichtenhain mit 150 Arbeitsplätzen

Krefeld: Bienen baut zwei neue Gewerbeparks in Fichtenhain mit 150 Arbeitsplätzen
Eckart Preen, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Krefeld, und Projektentwickler Norbert Bienen (rechts) zeigen auf einer Luftaufnahme von Fichtenhain, wo die beiden neuen Gewerbeparks entstehen sollen. FOTO: Thomas Lammertz
Krefeld. Der Aufsichtsrat der Wirtschaftsförderungsgesellschaft hat dem Verkauf eines 17.000 Quadratmeter großen Grundstücks zugestimmt. Im Herbst des kommenden Jahres sollen die Gebäude bezugsbereit sein. Von Norbert Stirken

In Fichtenhain im Krefelder Süden sollen bereits im Herbst des kommenden Jahres zwei Gewerbeparks an ihre Eigentümer übergeben werden. Der Aufsichtsrat der Wirtschaftsförderungsgesellschaft habe grünes Licht zum Verkauf eines insgesamt 17.000 Quadratmeter großen Grundstücks in direkter Nachbarschaft zum Hauptzollamt gegeben, informierte WFG-Geschäftsführer Eckart Preen gestern bei der Vorstellung des Vorhabens.

Dabei handelt es sich um zwei Projekte, die in ihrer Endausbaustufe rund 150 neue Arbeitsstellen in Krefeld schaffen sollen. Das Vorhaben mit dem Titel "Mein Werk" umfasst zwölf Einheiten mit Hallen und Büros, die an die neuen Nutzer verkauft werden. Die einzelnen Grundflächen sind 200 und 400 Quadratmeter groß und können flexibel als Büro, Lager oder Werkstatt gestaltet werden. Der Mönchengladbacher Norbert Bienen ist Projektentwickler, Vermarkter und mit der Firma Den Dulk Immobilien, in der er Gesellschafter ist, auch Bauträger. Das Konzept stamme aus den Niederlanden. Es handele sich um kompakte Lösungen, um die Erschließungskosten für den Einzelnen zu minimieren. Hinsichtlich der späteren Nutzung entstünden zum Teil erhebliche Kosten für den Brandschutz. Insgesamt will Bienen rund 3,5 Millionen Euro in "Mein Werk" nahe der Bundesautobahn 44 investieren. Die Gewerbeimmobilien im Stahlbetonskelettbau mit Stahltrapezblechen als Fassade sei ansprechend in der Ästhetik und 7,50 Meter hoch.

Der zweite Komplex firmiert unter der Bezeichnung Gewerbepark Medienstraße. Auf rund 9300 Quadratmetern entstehen sechs Einheiten zwischen 365 und 620 Quadratmetern groß und mit 150 Quadratmetern für zusätzliche Büros zur Miete. Für dieses Vorhaben stehe er mit zwei Krefelder Investoren, die darin eine mit sechs Prozent Rendite vergütete Kapitalanlage sähen, in aussichtsreichen Verhandlungen, berichtete Bienen.

Analysen hätten ergeben, dass es für die Flächen eine starke Nachfrage im Segment der Industriezulieferer gebe, die immer stärker in die Nähe ihrer Kunden rückten. Diese Klientel kaufe nicht, sie miete, sagte Bienen. Die Zielgruppe bestehe aus Vertrieb, Service und Zulieferer, erklärte er. "Wir achten auf einen gesunden Branchenmix." Autoschrauber oder Containerfirmen, die das Bild in dem von viel Grün bestimmten Gewerbepark Fichtenhain störten, seien an dieser Stelle unerwünscht. Das Umfeld biete hinsichtlich Grün Standards, die nicht oft erreicht würden, betonte Preen. Das Oberflächenwasser der großen Dachflächen werde versickert. Das Umfeld ansprechend gestaltet.

Bienen hat mit solchen Vorhaben in Mönchengladbach und in Uerdingen bereits einschlägige Erfahrungen gemacht. So erfindet der Immobilienspezialist mit Sitz in der Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer Mittlerer Niederrhein auch das Rad in Krefeld nicht gänzlich neu und nutzt die vorhandenen Konzepte. Beim Gewerbepark Medienstraße geht er sogar so weit, die Pläne für die Hallen des WS-Gewerbeparks Uerdingen-Nord erneut zu verwenden.

An der Medienstraße in Fichtenhain bestimmt der zukünftige Investor selbst, wer als Bauträger tätig werden soll. Nach dem derzeitigen Zeitplan soll der Startschuss für die Arbeiten in beiden Fällen im kommenden Frühjahr erfolgen. Nach "sechs Monaten Bauzeit" könnten die neuen Eigentümer und Mieter garantiert einziehen und ihren Betrieb aufnehmen. Gerechnet ab Erteilung der Baugenehmigung durch die Stadt Krefeld, informierte Bienen.

Quelle: RP
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