| 20.05 Uhr

Bundesweite Fahndung
18-Jährige flieht mit ihrem Neugeborenen aus Krefelder Klinik

Krefeld: 18-Jährige mit ihrem Neugeborenen auf der Flucht
Das Helios-Klinikum in Krefeld. FOTO: Thomas Lammertz
Krefeld. Mit einer Personenbeschreibung sucht die Krefelder Polizei seit vergangenem Donnerstag nach den Eltern, die ohne Berechtigung ihren wenige Tage alten Sohn aus dem Helios-Klinikum mitgenommen haben. Die Ermittler bitten um Hinweise.

Das Krefelder Jugendamt hat nach Angaben der Stadt zuvor einen "Teil der elterlichen Sorge" und das "Aufenthaltsbestimmungsrecht" übernommen und den beiden mitgeteilt. Nun fahndet die Polizei bundesweit nach der 18-jährigen Mutter und ihrem 24-jährigen Freund. Das Paar ist ersten Ermittlungen der Polizei zufolge mit dem Säugling vermutlich auf dem Weg nach Polen.

Kindeswohlgefährdung kann nicht ausgeschlossen werden

Über die Gründe, warum das städtische Jugendamt zwei Tage nach der Geburt die Obhut über den Säugling übernommen hat, machen die Behörden keine genauen Angaben. In einer Erklärung von Stadt, Polizei und Klinikum heißt es, weil "eine Kindeswohlgefährdung nicht ausgeschlossen werden" kann. Zugestanden wurde offenbar, dass die Mutter ihr Kind in der Klinik weiter betreuen durfte. Eine Trennung der Mutter von ihrem zwei Tage alten Neugeborenen sei auch aufgrund des bis dahin kooperativen Verhaltens der Mutter nicht angeordnet worden, erklärten die Behörden. Den Eltern seien vom Jugendamt zuvor weitere Hilfsangebote gemacht worden, zusätzlich sei für vergangenen Freitag ein Gespräch vereinbart gewesen.

Über den Aufenthaltsort des sieben Tage alten Säuglings haben Stadt und Polizei zurzeit keine Kenntnis.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version dieses Artikels hatten wir eine Personenbeschreibung der Eltern des Säuglings veröffentlicht. Am Montag, 4. Dezember 2017, hat die Polizei die Fahndung eingestellt. Deshalb haben wir die Personenbeschreibung gelöscht.

(sti)