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Krefeld
Bockumerin träumt vom Hunderennen im Eis

Krefeld: Bockumerin träumt vom Hunderennen im Eis
Impressionen von den vergangenen Rennen: Übernachtet wird während der rund 300 Kilometer langen Tour in Zelten . . ., FOTO: Fjällräven
Krefeld. Sarah Hochgeschurz möchte an einem der härtesten Schlittenhundrennen der Welt teilnehmen: 300 Kilometer mitten durch die Tundra von Norwegen nach Lappland. Dazu muss die 23-Jährige bis Donnerstag über das Internet Stimmen für sich sammeln, um als beste Deutsche nominiert zu werden. Gestern fehlten ihr noch knapp 100. Von Oliver Schaulandt

Sarah Hochgeschurz ist zurzeit auf Stimmenfang. Im Freundes- und Bekanntenkreis hat sich bereits eifrig Werbung gemacht, jetzt hofft sie auch auf Unterstützung aus ihrer Heimatstadt. Die Bockumerin hegt einen Traum: Sie möchte gerne an einem der härtesten Hundeschlittenrennen der Welt teilnehmen. Das hat das schwedische Outdoor-Ausrüstungs- und Funktionsbekleidungsunternehmen Fjällräven ausgeschrieben, und es soll vom norwegischen Ort Signaldalen quer durch die eisige Tundra nach Jukkasjärvi im schwedischen Lappland führen. 300 Kilometer durch Schnee und Eis gilt es für die 23-Jährige zurückzulegen, falls sie am Rennen vom 5. bis 10. April 2016 teilnehmen darf.

Dazu muss sie jedoch über das Internet Stimmen für sich selbst sammeln (hier abstimmen), einen Werbefilm für sich selbst hat sie - wie die anderen Kandidaten auch - online gestellt. "Das Rennen ist eine internationale Veranstaltung mit Teilnehmern aus aller Welt", erzählt die angehende Tierärztin, die in Wien im siebten Semester Veterinärmedizin studiert. "Aus Deutschland dürfen zwei Teilnehmer an den Start gehen. Über einen Kandidaten entscheidet eine Jury des Ausrichters, über den anderen die Stimmen aus dem Internet", erläutert sie. Zurzeit sieht es nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen aus. Gestern Nachmittag lag sie im Gesamtranking auf Platz 32 und in der Deutschland-Wertung auf dem zweiten Platz - auf den Platz an der Sonne mit der Startgarantie fehlten ihr nur noch knapp einhundert Stimmen.

Sarah Hochgeschurz schätzt sich selbst als durchaus geeignet ein, an dieser großen Herausforderung teilzunehmen. Mit ihrem Freund hat sie im vergangenen Sommer bereits eine große Wandertour durch Schweden gemacht. Auch ansonsten ist sie gerne und viel in der Natur unterwegs - da schrecken sie auch die drohenden Minusgrade von bis zu 30 Grad unter dem Gefrierpunkt nicht ab. Mit Schlittenhunden auf Tour zu gehen, das wäre allerdings auch für die Bockumerin Neuland. "Die Teamarbeit mit den Hunden stelle ich mir faszinierend vor", erzählt die 23-Jährige, die zwar selbst aus Zeitgründen keinen Hund in ihrem Studienort in Österreich besitzt, aber dann zuhause in Krefeld mit dem Hund ihres Vaters herum tollt. Und vielleicht darf sie das dann im kommenden Jahr auch in Skandinavien mit den Huskies vor dem Schlitten machen - für sie zählt dazu jetzt jede Stimme.

Quelle: RP
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