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Krefeld
Bordell-Affäre: Vorgänge sind alle verjährt

Krefeld. Die staatsanwaltlichen Untersuchungen zur Bordell-Affäre sind abgeschlossen. Oberbürgermeister Frank Meyer (SPD) hatte einen von ihm in Auftrag gegebenen Bericht des Rechnungsprüfungsamtes über die Hintergründe der Genehmigung eines Eros-Centers an der Mevissenstraße an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet. Deren Sprecher Axel Stahl erklärte gestern auf Nachfrage unserer Redaktion, dass ein "abschließendes Ergebnis" vorliege. Der Bericht liefere eine Reihe "strafprozessualer Ansätze", die aber alle so lange zurückliegen, dass sie bereits verjährt seien.

Stahl lobte die "anerkennenswerte Aufarbeitung" der Vorgänge rund um das Bordell, das laut vertraulichem Bericht des Rechnungsprüfungsamtes schon seit Jahrzehnten dort ohne Genehmigung geöffnet habe. In den 1990er Jahren hat das Oberverwaltungsgericht Münster entschieden, dass der geänderte Bebaungsplan, der eine solche Nutzung am Standort ausschließt, rechtskräftig und bindend sei. Der Ball liegt nun wieder im Feld der Verwaltung. Nach Zusendung des "abschließenden Ergebnisses" der Staatsanwaltschaft, muss die Stadt entscheiden, wie sie weiter vorgeht. Dass auch in Zukunft beide Augen zugedrückt werden, ist nicht länger vorstellbar.

(sti)
 
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