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Krefeld
Brahms' Alterswerke im Kammerkonzert

Krefeld. Im Theater heißt es am Sonntag: Lieben Sie Brahms? Von Heide Oehmen

"Lieben Sie Brahms?": Den Titel des Romans von Francoise Sagan haben sich die Geigerinnen Anna Maria Brodka und Noh Yun Kwak, Martin Börner und Natascha Krumik (Viola), die Cellistinnen Silke Frantz und Lorena Meiners sowie der Klarinettist Olaf Scholz - allesamt Mitglieder der Niederrheinischen Sinfoniker - für ihr drittes Kammerkonzert ausgesucht. Dahinter verbergen sich zwei Alterswerke des spätromantischen Komponisten - das Klarinettentrio a-Moll op.114 (hier wirkt als Gast die Pianistin Zeynep Artun-Kircher mit)und das Streichquintett Nr.2 G-Dur op.111. Zu hören am Sonntag, 11. März.

Johannes Brahms hatte im Jahre 1891 beschlossen, nicht mehr zu komponieren, doch das Zusammentreffen mit dem erstklassigen Klarinettisten der Meininger Hofkapelle, Richard Mühlfeld, inspirierte ihn dann doch noch zu vier Kammermusikwerken mit Beteiligung der Klarinette. Das viersätzige Trio für Klavier, Klarinette und Violoncello bildete den Auftakt dieser späten Reihe - es wurde ob seiner ausgesprochenen Kantabilität bereits bei der Uraufführung, bei der der Komponist den Klavierpart übernahm, mit stürmischem Beifall gefeiert. "Es ist, als ob die Instrumente sich liebten" schwärmte der Brahms-Freund Eusebius Mandyczewski. Die von Brahms verfertigte Alternativfassung mit Bratsche (statt der Klarinette) erlebte 1892 ihre Uraufführung in Krefeld.

Nach der Komposition des Quintetts für zwei Violinen, zwei Violen, und Violoncello im Jahre 1890 schrieb Brahms an seinen Verleger: "Mit diesem Brief können Sie sich von meiner Musik verabschieden, denn es ist sicherlich Zeit zu gehen". Das insgesamt von einnehmender Klanglichkeit, im Adagio von Trauer, im abschließenden "Vivace ma non troppo presto" von folkloristischen Anklängen geprägte, viersätzige Opus wurde kurze Zeit nach der Entstehung bereits von mehreren renommierten Ensembles ins Programm genommen und fand in der Musikwelt ungeteilten Anklang.

Sonntag, 11. März, 11 Uhr, Glasfoyer des Theaters, Eintritt: 11,50 Euro, ermäßigt 8 Euro

Quelle: RP
 
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