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Krefeld
Breetlook für Trinas und Jonges

Krefeld: Breetlook für Trinas und Jonges
Sitzungspräsident Ralf Gitzelmann und seine Mitstreiter beklatschen die Leistungen des jecken Hülser Nachwuchses, der in der Bütt und auf der Bühne begeisterte. FOTO: Thomas lammertz
Krefeld. Die Kinderkarnevalsgesellschaft KG Nette Stölle Jonges aus Hüls unterhielten vier Stunden lang mit Musik und Tanz. Von Nadia Joppen

Der Saal des "Goldenen Hirschen" in Hüls war prachtvoll in Rot und Weiß - den Vereinsfarben der KKG Nette Stölle Jonges - geschmückt und dicht gefüllt mit Schlumpf und Scheich, Hippie und Dschungelcamp-Bewohnerin sowie reichlich Cowboys und Indianern: Am Samstagabend hatte die Karnevalsgesellschaft zur ersten der beiden Karnevals-Sitzungen eingeladen - nachdem die ersten beiden Mädchen-Sitzungen schon erfolgreich stattgefunden hatten.

Traditionell gestalten die Trinas und Jonges das Programm komplett mit eigenen Mitgliedern; Sitzungspräsident Ralf Gitzelmann brachte es mit dem Hülser Motto auf den Punkt: "Danze, loache, singe - send olles Hölsche Dinge".

Diesem Wahlspruch wurde die Sitzung gerecht - den ersten "Danz" übernahmen die "Dancing Queens". Die Tanzgruppe hatte sich den 1999er Hit von Lou Bega "Mambo No.5" ausgesucht und zeigten eine tolle Choreographie, in der besonders die jüngste Queen, die fünfjährige Rilana, mit ihrem Eifer und ihrem Einsatz viel Sympathie aus dem Publikum erhielt. Nach dem Mambo war die erste Rakete des Abends fällig, um die Zugabe einzufordern. Das "Singe" und "Danze" wurde von der Big Band der Gesellschaft begleitet: Mit Mambo- und Tango-Rhythmen ging es los, danach hatten sich die Trommler eine besondere Show ausgedacht: Sie stellten spielten im Dunkel vor einem schwarzen Vorhang mit reflektierenden Trommelstöcken - und verwirrten die Zuschauer durch ein ausgeklügeltes System von Stock-Wechseln, bis die am Ende von einigen Trinas "gemopst" wurden, die damit den Auftritt beendeten.

Für das "Loache" sorgte unter anderem Rebecca Colling, "ne geborene Fußballerin" und jüngste Rednerin der Karnevalsgesellschaft. Sie setzte sich als pubertierender Teenager mit ihrer bisherigen Entstehungs- und Lebensgeschichte auseinander - in einer so trockenen und liebenswert-ironischen Art, dass sich keiner das Schmunzeln verkneifen konnte. Ihre "hammerstarken Fußballerbeine" habe ihre Mutter schon während der Schwangerschaft zu spüren bekommen und warum sie ihren Vater beim Geburts-Erstkontakt als "Weichei" identifizierte, kann sich dann jeder selber überlegen... Letztlich bleibt für ihre Eltern nur der Hinweis: "Die wollten mich haben, da müssen sie jetzt durch!"

Das Programm dauerte rund vier Stunden - mit etwa dem traditionellen Vortrag von "Dopp und Depp" und dem Doppelquartett, aber auch mit einem Neuling: Tim Pelzer, dem "Vereinsazubi" - der das traditionelle Probejahr bei den "Stille Jonges" absolviert. Am Tulpensonntag gibt's die Karnevalsparty - und dann trifft sich alles beim Breetlooks-Zug am Veilchendienstag.

Quelle: RP
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