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Krefeld
Bürgervereine steigen in Flüchtlingsbetreuung ein

Krefeld. Bei der Arbeitsgemeinschaft Krefelder Bürgervereine hat Flüchtlingskoordinator Hansgeorg Rehbein berichtet.

Mit einer neuen Idee ist der Krefelder Flüchtlingskoordinator, Hansgeorg Rehbein, auf die Krefelder Bürgervereine zugegangen. Bei der Jahreshauptversammlung der Arbeitsgemeinschaft Krefelder Bürgervereine (AKB) im Hexagon machte Rehbein den Vorschlag, dass sich die Bürgervereine Koordinierungsgruppen für die Flüchtlingsbetreuung bilden könnten, in denen die Vereine der jeweiligen Stadtteile zusammenfinden - Religionsgemeinschaften, Sport- und Brauchtumsvereinen sowie anderer Stadtteilakteure.

Mehrere Bürgervereine, darunter der von Marc Blondin geführte Bürgerverein Traar, zeigten sich spontan begeistert und luden Rehbein ein, sein Konzept in den Vorständen der jeweiligen Bürgervereinen zu präsentieren. Rehbein sagte: "Wir wollen nicht die gleichen Fehler bei der Integration machen, die wir damals, als die Gastarbeiter zu uns kamen, aus Unwissenheit gemacht haben. Diesmal beginnen wir sofort mit vorausschauender Integration." Seine Idee: Ortsnah könnten diese Koordinierungsgruppen das Engagement aller im Bezirk bündeln und die praktische Arbeit organisieren: Ergänzung zu Sprachkursen, Hausaufgabenbetreuung, Betreuung in vorhandenen Kinder- und Jugendeinrichtungen, Sportvereinen und Brauchtumsvereinen.

Flüchtlinge könnten zu Versammlungen und Veranstaltungen eingeladen werden. Patenschaften zur Integration einschließlich der Hilfe bei Behördengängen, Fahrscheinkauf, Einkäufen / Anschaffungen wären weitere Tätigkeitsfelder.

Das Interesse der Bürgervereine am Thema Flüchtlinge sei sehr groß, berichtete im Anschluss der Versammlung Manfred Grünwald, Vorsitzender des AKB. In der Sitzung berichtete Wolfram Gottschalk, Leiter des städtischen Sozialamtes ausführlich von der aktuellen Entwicklung, den Flüchtlingszahlen sowie von Unterbringung und Versorgung.

(sep)
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