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Krefeld
Bund erteilt Absage an A57-Tunnel

Krefeld. Der Bund hat dem Krefelder Wunsch nach einem Tunnel für die A 57 bei Gesprächen in Berlin wieder eine klare Absage erteilt. Die Bundespolitiker hoffen jetzt auf ein Umdenken bei der NRW-Landesregierung. Von Sebastian Peters

Die vier Krefelder Bundestagsabgeordneten wollen die Hoffnung auf eine Tunnel zwischen Oppum und Gartenstadt für die A 57 nicht aufgeben. Gestern trafen sie Enak Ferlemann, den Staatssekretär von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer, um über den Ausbau zu diskutieren. Ferlemann teilte deutlich mit, dass der Bund weiterhin die Planung von Straßen NRW umsetzen will. Bedeutet: Der Ausbau erfolgt mit zur Autobahn gekrümmten Lärmschutzwänden und Flüsterasphalt. Die gefühlte Lärmbelastung soll dadurch halbiert werden.

Die Krefelder Abgeordneten Ansgar Heveling (CDU), Otto Fricke (FDP), Bernd Scheelen (SPD) und Siegmund Ehrmann (SPD) setzen nun auf eine bei der Landesregierung angeforderte Stellungnahme. Der Bund habe zugesichert, beim Land die derzeitige Haltung abzufragen, schrieben die Abgeordneten in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

Vorgezogen werden könnte unterdessen der Ausbau der A 57 südlich bis zur Anschlussstelle Oppum. Die Bürgervereine im Südosten hatenn signalisiert, schnellen Ausbau mit Lärmschutz zu akzeptieren.

Der Bundestagsabgeordnete Bernd Scheelen äußerte zudem die Hoffnung, dass auch die Europäische Union den Autobahntunnel in Krefeld mitfinanzieren könne. "Wir müssen zumindest die Europaabgeordneten fragen, ob es Chancen gibt. In Leipzig konnten Gelder für einen Tunnel locker gemacht werden." Die Krefelder Abgeordneten kritisieren in der Stellungnahme insbesondere, dass die Ministerien die Entscheidung gegen einen A 57 nur mit dem Haushalt begründen – städtebauliche Aspekte der Varianten würden sie nicht berücksichtigen. Bernd Scheelen zeigte Staatssekretär Ferlemann beim Gespräch die RP-Ausgabe von gestern. Im Bild ist dort zu sehen, wie die Autobahn  57 die Stadtteile in Krefelds Osten teilt.

Kritisiert wird von den vier Abgeordneten auch, dass die Entscheidung gegen einen Tunnel bisher nicht mit Detailplanung begründet wurde.

Quelle: RP
 
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