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Krefeld
Bundestagspräsident Lammert empfiehlt Vermeulen-Wahl

Krefeld. Die CDU verlieh auf Burg Linn die Niederrhein-Eule.

Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) hat gestern Abend im Rahmen des Empfangs der Niederrhein-Eule eine Wahlempfehlung für den Krefelder CDU-Oberbürgermeisterkandidaten Peter Vermeulen ausgesprochen. "Bei diesem Kandidaten ist mir außerordentlich wohl zumute." Die beiden haben sich über die Ruhrgebiets-CDU kennengelernt. Vermeulen war es auch, der Lammert die Eule überreichte, die für Klugheit und Weisheit stehen soll.

Bürgermeisterin Karin Meincke und Günther Krings, verwiesen in ihren Grußworten darauf, welchen Karrieresprung mancher der Preisträger schon gemacht hat: Jacques Chirac wurde französischer Präsident, Angela Merkel Kanzlerin, Edmund Stoiber immerhin Kanzlerkandidat. Für Lammert jedoch, parteiübergreifend geschätzter Parlamentarier, wünschten sich beide ausdrücklich keinen Karrieresprung. Der Preisträger, 1948 in Bochum geboren, verheiratet, vierfacher Familienvater, streifte in seiner Rede die aktuelle Griechenland-Politik, fasste alle Themen aber immer wieder in der großen Klammer der Demokratie zusammen, für die es zu kämpfen lohne. "Meine Lebensaufgabe" nannte dies Lammert. Weniger mache ihm die geringe Wahlbeteiligung Sorgen - wenn die Demokratie in Gefahr gerät, würden die Deutschen wählen gehen. Vielmehr sorge er sich wegen der sinkenden Zahl der Parteimitgliedschaften. "Es gibt in diesem Land ein erhebliches Maß an Bequemlichkeit." Nicht unbequem will Lammert sein, aber auf unbequeme Wahrheiten nicht verzichten. Erst recht in der aktuellen Euro-Krise. Keine Entscheidung der Regierung zu Griechenland werde ohne Parlamentsbeschluss gefällt, sagte Lammert. An diesem Abend klang das noch nicht wie eine Drohung.

(sep)
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