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Krefeld
CDU analysiert bei Klausurtagung Wahlschlappe

Krefeld. Parteichef Blondin kündigt neue Veranstaltungsreihen an. Ziel: Die Krefelder Bürger mehr einbinden.

Nach der Schlappe bei den Oberbürgermeisterwahlen hat sich die Krefelder CDU bei einer Klausurtagung mit dem Ergebnis befasst. In der Stichwahl im September hatte der CDU-Kandidat Peter Vermeulen nur 36 Prozent der Stimmen geholt, SPD-Kandidat Frank Meyer 64 Prozent.

CDU-Parteichef Marc Blondin kündigte gestern erste Maßnahmen zur künftigen Ausrichtung und Gestaltung der politischen Arbeit an -er war es, der die Leitung der Klausurtagung hatte. Ziel der Krefelder Christdemokraten sei es, die Mitglieder besser zu betreuen, sie besser einzubinden und mehr Mitglieder anzuwerben. Auch sollen parteiunabhängige Bürger stärker an der politischen Meinungs- und Willensbildung beteiligt werden, hieß es gestern in einer von Blondin versendeten Mitteilung. Das konkrete Maßnahmenpaket umfasst mehrere Punkte.

Mit der Aktion "Partei vor Ort" will die CDU mitgliederoffene Kreisvorstandssitzungen und Vorsitzendenkonferenzen in den Stadtbezirken abhalten. "Die CDU Krefeld will als Volkspartei im gesamten Stadtgebiet präsent sein. Die neun Stadtbezirksverbände sollen über die Aktion ,Partei vor Ort' stärker in die politische Arbeit des Kreisverbandes eingebunden und einbezogen werden", teilte Blondin mit.

Die neue Veranstaltungsreihe "Forum der CDU Krefeld" soll eingeführt werden. Sie soll eine Plattform sein, um aktuelle Themen zu diskutieren. Hierzu sollen regelmäßig Experten eingeladen werden, die auf dem Podium Stellung beziehen und Hintergründe erläutern. "Von der Schuldenkrise über die Frage 'Was ist konservativ? ' bis hin zur Thematik von Förderschulen soll hier eine breite Palette an Themen geboten werden", schreibt Blondin. Er will auch die Wirtschaftskompetenz seiner Partei stärken, mit einem "Zukunftsdialog Arbeit und Wirtschaft", über den die Union in Krefeld in einen Informationsaustausch mit den Geschäftsleitungen und Betriebsräten Krefelder Unternehmen im Rahmen von Firmenbesuchen eintreten möchte.

In den Arbeitskreisen sollen sich alle Mitglieder in die Politik der Krefelder CDU einbringen können. Die Arbeitsgruppen sollen sich mit politischen Themen befassen, die über die Rats- und Fraktionsarbeit hinausgehen. Dabei sollen sie als "Ideenwerkstatt" fungieren und daraus resultierende Anregungen in den Kreisvorstand einbringen, an den sie auch personell angebunden sein sollen.

(sep)
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